Psoriasis und Infektionen: Schweregrad als Prädiktor

Psoriasis
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Das Risiko für Infektionen unter Patienten mit Psoriasis bedarf nach Ansicht einer US-amerikanischen Forschergruppe weiterer Aufklärung.

Die Autoren führten eine Kohortenstudie mit dem Ziel durch, das Risiko für schwere Infektionen, opportunistische Infektion sowie Infektionen mit Herpes Zoster unter Patienten mit und ohne Psoriasis zu evaluieren. Bei den Psoriasis-Patienten wurde außerdem das Infektionsrisiko zum Schweregrad der Schuppenflechte in Relation gesetzt. Es wurden 187.258 mit leichter Psoriasis und 12.442 Patienten mit moderater bis schwerer Psoriasis identifiziert. Unter Anwendung der proportionalen Hazardregression nach Cox betrug der adjustierte Risikoquotient (95 % Konfidenzintervall) für schwere Infektionen 1,18 (1,16-1,21) bei den Patienten mit leichter Psoriasis und 1,63 (1,52-1,75) bei den Patienten mit moderater bis schwerer Psoriasis.

In einer geschachtelten Kohorte von 8569 Psoriasis-Patienten, deren Krankheitsgrad nach der involvierten Körperoberfläche eingeteilt wurde, zeigten sich ähnliche Resultate; unter den Patienten mit einem höheren Krankheitsgrad wurde ein attenuiertes, aber signifikant erhöhtes Risiko für schwere Infektionen ermittelt (1,27; 1,10-1,47). Insgesamt gesehen gab es nur in der Gruppe mit moderater bis schwerer Psoriasis ein signifikant erhöhtes Risiko für opportunistische und Zoster-Infektionen; diese Infektionen standen in Zusammenhang mit einer immunsuppressiven Therapie.

Die Autoren ziehen das Fazit, dass der Schweregrad der Psoriasis als Prädiktor für das Risiko schwerer Infektionen dienen kann.