Psoriasis und Schwangerschaft: Ergebnisse einer populationsbasierten Studie

©MohamadFaizal – stock.adobe.com

Die verfügbaren Daten und Untersuchungen, die sich mit dem Schwangerschaftsausgang von an Psoriasis erkrankten Frauen beschäftigen, sind widersprüchlich, so die Autoren einer aktuell im „Journal of the American Academy of Dermatology“ publizierten populations­basierten Studie.

In dieser Studie untersuchten die Epidemiologen des schwedischen Karolinska Instituts, ob und inwieweit eine Erkrankung an Psoriasis seitens der Mutter das Risiko für nachteilige Auswirkungen bezüglich des Schwangerschaftsausgangs mit sich bringt.

Die Autoren bedienten sich populationsbasierter Datensätze, um das Reproduktionsverhalten von Müttern mit und ohne Psoriasis miteinander zu vergleichen. Das Chancenverhältnis (OR) mit 95 %-KI für nachteilige Schwangerschafts­ausgänge wurde unter Adjustierung gemäß Schwangerschaftsalter, Zeitpunkt der Entbindung, Rauchstatus und Body-Mass-Index zum Zeitpunkt vor der Schwangerschaft berechnet.

Im Vergleich zu Frauen ohne Psoriasis waren Frauen mit Psoriasis zum Zeitpunkt der ersten Niederkunft jünger und wiesen längere Intervalle zwischen den Schwangerschaften auf. Die berechneten Risiken für Frauen mit Psoriasis waren hinsichtlich eines hohen Blutdrucks während der Schwangerschaft erhöht (OR 1,37; 95 %-KI 1,19–1,58), ebenso für frühen vorzeitigen Blasensprung (OR 1,15; 95 %-KI 1,04–1,27), fetale Makrosomie (OR 1,11; 95 %-KI 1,01–1,21), Gaumenspalte (OR 1,69; 95 %-KI 1,07–2,66) sowie für nicht näher spezifizierte Missbildungen (OR 1,08; 95 %-KI 1,01–1,16). Die Autoren schränken die Aussagekraft ihrer Berechnungen dahingehend ein, dass keine Informationen zum Lebensstil, Schweregrad der Psoriasis sowie Art und Dauer der Therapie vorlagen. Niedrige Fallzahlen verhinderten eine Einordung seltener Schwangerschaftsausgänge.

Obwohl keine Evidenz dafür gefunden wurde, dass die Fertilität durch Psoriasis beeinträchtigt wird, konnte festgestellt werden, dass Frauen mit Psoriasis ein erhöhtes Risiko für verschiedene nachteilige Ergebnisse hinsichtlich Schwangerschaft und Mutterschaft aufweisen. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass Schwangerschaften von Frauen mit Psoriasis einer spezifischen Kontrolle bedürfen. (am)