Psychotherapie-Studie untersucht personalisierte Behandlung chronischer Schmerzen20. Mai 2025 Schmerzpatienten können auch online an der Psychotherapie teilnehmen. (Foto: © agenturfotografin – stock.adobe.com) Am Campus Landau der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) startet eine Studie, die untersuchen will, wie wirksam psychotherapeutische Hilfe bei chronischen Schmerzen ist – und ob eine personalisierte Behandlung bessere Ergebnisse bringt als standardisierte Verfahren. „Chronische Schmerzen sind eine wahnsinnig komplexe Erkrankung. Keine zwei Schmerzverläufe sind gleich“, erklärt Dr. Saskia Scholten, Psychologin und Leiterin der Studie. „Möglicherweise werden die bisherigen Therapieansätze dieser Vielfalt nicht immer gerecht.“ In dem Projekt „POINT Pain“ vergleichen Forschende der RPTU deshalb zwei Formen der psychologischen Schmerztherapie: eine bewährte, standardisierte Verhaltenstherapie – und eine personalisierte Version, die stärker auf individuelle Besonderheiten eingeht. Das Besondere am Studiendesign: Alle Teilnehmenden durchlaufen beide Varianten. So lässt sich nicht nur wissenschaftlich evaluieren, was besser hilft – die Teilnehmenden erhalten auch direkt Rückmeldung zu ihren persönlichen Fortschritten. Alltagstauglich, alltagsnah – mit digitaler Begleitung Um die Therapie so lebensnah wie möglich zu gestalten, werden die Erhebungen nicht nur in der Psychotherapeutischen Universitätsambulanz, sondern direkt im Alltag der Teilnehmenden durchgeführt – per App, mit der Fragebögen auf dem Smartphone beantwortet werden können. „Psychologische Therapie kann auch dann helfen, wenn keine weiteren psychischen Probleme vorliegen“, betont Prof. Julia Glombiewski, Mitinitiatorin der Studie. „Unser Ziel ist es, die Lebensqualität zu verbessern – durch gezielte Schmerzbewältigung und mehr Handlungsfähigkeit im Alltag.“ Wer kann teilnehmen? Mitmachen können Erwachsene, die seit mindestens sechs Monaten unter chronischen Schmerzen leiden – mit Ausnahme von ausschließlich Kopf- oder Migräneschmerzen. Voraussetzung ist ein Smartphone sowie die Bereitschaft, an einer psychotherapeutischen Behandlung teilzunehmen. Die Sitzungen finden entweder in Präsenz in Landau oder per Video statt. Zusätzlich sind drei persönliche Termine sowie ein Besuch pro Quartal in der Universitätsambulanz des WiPPs an der RPTU in Landau vorgesehen. Die Teilnahme ist kostenfrei, da die Therapie regulär über die Krankenkasse beantragt wird. Ein Pluspunkt: Die Wartezeit auf einen Therapieplatz kann durch die Studienteilnahme deutlich verkürzt werden.
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