Refraktive Chirurgie: Analyse von Tränenproteinen zur Vorhersage langanhaltender Schmerzen nach OP11. Juli 2024 Symbolbild.©Parilov-stock.adobe.com Refraktive Eingriffe, zu denen auch Laserverfahren gehören, sind im Allgemeinen recht sicher. Dennoch leiden manche Menschen noch lange nach der OP unter Schmerzen. In einer neuen US-amerikanischen Studie haben Forscher Veränderungen von Proteinen in den Tränen der Patienten mit langanhaltenden postoperativen Schmerzen in Verbindung gebracht. Bei der lasergestützten In-situ-Keratomileusis (LASIK) und der photorefraktiven Keratektomie (PRK) verwenden Chirurgen einen Laser, um den Weg des Lichts auf dem Weg zur Netzhaut zu verändern. In den ersten Tagen nach dem Eingriff treten häufig Schmerzen auf. Diese können manchmal auch länger anhalten. Forscher vermuten, dass solche langanhaltenden Schmerzen mit Veränderungen in der unmittelbaren Umgebung der Hornhautnerven einschließlich der Tränen zusammenhängen könnten. Sue Aicher vom Department of Chemical Physiology and Biochemistry, der Oregon Health and Science University, Portland, Oregon, USA, Brooke Harkness, Casey Eye Institute der Oregon Health and Science University, Portland, Oregon, USA, Anat Galor, Bascom Palmer Eye Institute der University of Miami Health System, Miami, USA und Kollegen untersuchten umfassend die Tränenproteine, um mögliche Prädiktoren für postoperative Augenschmerzen zu finden. Die Ergebnisse der Analysen wurden im Fachjournal „ACS Journal of Proteome Research“ veröffentlicht. Das Team rekrutierte Personen, die sich in Kliniken in Portland, Oregon, und Miami einer LASIK oder PRK an beiden Augen unterziehen sollten. Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf die Analyse der Tränen von 16 Patienten, die drei Monate nach der OP von einem Schmerzwert von mindestens drei von zehn Punkten berichteten und 32 Patienten, die drei Monate nach OP keine postoperativen Schmerzen hatten. Die Forscher identifizierten eine Sammlung von 2748 Proteinen in den Tränen aller Teilnehmer vor der OP, am Tag danach und drei Monate nach der OP. Bei der vergleichenden Analyse der Proteinprofile der beiden Patientengruppen, ermittelte das Forschungsteam 83 Proteine, deren Werte sich bei den Patienten mit postoperativen Schmerzen nach oben oder unten verschoben. Mithilfe statistischer Verfahren testeten die Wissenschaftler, ob einzelne Proteine oder Gruppen von Proteinen eine Vorhersage erlauben könnten, ob Patienten nach einer Augen-OP langfristig Schmerzen haben werden. Dabei erwiesen sich die Computermodelle mit Gruppen von drei oder vier Proteinen als die effektivste Methode zur Vorhersage von Langzeitbeschwerden. Solche Muster von Unterschieden in Proteinen, so die Forscher, könnten eines Tages verwendet werden, um das Risiko von Patienten für postoperative Augenschmerzen zu bewerten und neue Wege zu deren Behandlung zu finden. Die Autoren bedanken sich für die finanzielle Unterstützung durch das National Eye Institute der U.S. National Institutes of Health.
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