Regelmäßige Testungen bei Kindern bewähren sich12. August 2021 Das Logo der Würzburger Kindergarten-Corona-Studie Wü-KiTa-CoV. Die zweite Phase der Würzburger Kinderbetreuungsstudie in der COVID-19-Pandemie – Wü-KiTa-CoV 2.0 – zeigt keine relevante Ausbreitung von SARS-CoV-2-Infektionen in den teilnehmenden Einrichtungen. Außerdem fanden sich keine Hinweise auf unbemerkt durchlaufene Infektionen. Von Mai bis Juli 2021 lief die zweite Phase der im Oktober 2020 gestarteten Würzburger Kindergarten-Corona-Studie Wü-KiTa-CoV. Darin untersuchten Wissenschaftler der Universität und des Uniklinikums Würzburg Teststrategien für die Kinder und das Personal in neun Würzburger Kinderbetreuungseinrichtungen. Kernfrage des Vorhabens war: Was sind die optimalen Testmethoden, mit denen sowohl Kinder als auch Kita-Beschäftigte regelmäßig, unkompliziert und sicher zu Hause untersucht werden können, um Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus möglichst frühzeitig zu entdecken? Für die zweite Phase wurden erneut etwa 800 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren und 150 Betreuerinnen zur Studienteilnahme eingeladen. Das entspricht etwa einem Viertel aller in Würzburg betreuten Kinder dieser Altersgruppe. Mehr als die Hälfte der Angefragten aus beiden Probandengruppen willigte ein. Ihnen standen folgende Teststrategien zur Auswahl: • regelmäßige Testung zweimal pro Woche über eine zu Hause gewonnene Mundspülprobe (Spucktest) und/oder • regelmäßige Testung zweimal pro Woche mittels zu Hause durchgeführter Antigen-Schnelltests (Nasentest) durch die Eltern, Sorgeberechtigen oder Betreuerinnen. Die Ergebnisse der Antigen-Schnelltests konnten die Eltern zu Hause selbst ablesen. Die Mundspülproben wurden in die Kita gebracht und mittels Kurier zur Polymerase-Chain-Reaction-(PCR)-Diagnostik ins Labor der Universität Würzburg gebracht. Dort wurden die Proben gepoolt. „Die Mundspülproben wurden bei Kindern und Betreuern zuverlässig gewonnen und abgegeben. Und auch das Pooling für die anschließende weitere Labordiagnostik funktionierte reibungslos“, zeigt sich Prof. Johannes Liese, Leiter des Bereichs Pädiatrische Infektiologie und Immunologie an der Würzburger Universitäts-Kinderklinik, zufrieden. Vorläufige Ergebnisse der zweiten Phase Die vorläufigen Ergebnisse der Studie zeigen zusammenfassend: • Bei insgesamt niedriger Hintergrundinzidenz konnte kein relevanter Eintrag sowie keine Ausbreitung von SARS-CoV-2-Infektionen in den teilnehmenden Kitas beobachtet werden. So wurde im dreimonatigen Studienzeitraum nur eine einzige COVID-Infektion nachgewiesen. • In der Untersuchung der Teilnehmer auf Antikörper nach einer möglicherweise unbemerkten SARS-CoV-2-Infektion gab es keine Hinweise auf übersehene Infektionen. Die Vor- und Nachteile einer kontinuierlichen Testung mit PCR aus Mundspülprobe oder Antigen-Schnelltest über Nasenabstrich werden aktuell noch ausgewertet. Finanziert wird die Studie durch das Land Bayern über das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. In der täglichen Arbeit wurde das interdisziplinäre Studienteam erneut aktiv von der Stadt Würzburg unterstützt. Unter den beteiligten Partnern waren außerdem die Virologie, die Kinder- und Jugendpsychiatrie, die Allgemeinmedizin sowie die Klinische Epidemiologie der Universität und des Uniklinikums Würzburg.
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