Rinder: Parasitenbekämpfung vor Weideaustrieb im Blick behalten25. März 2026 Eine betriebsindividuelle Strategie gegen Parasiten ist ein unverzichtbarer Baustein für dauerhaften Erfolg. Foto: © iStock/Shironosov/retuschiert Mit dem Frühjahr steht für viele Rinder der Weideaustrieb bevor. Ein wichtiger Zeitpunkt, um das Augenmerk auf die Parasitenbekämpfung zu legen, wie der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. informiert. Auch weist er auf eine Initiativplattform für Landwirte hin. Dabei ist eine betriebsindividuelle, gezielte und verantwortungsbewusste Strategie gegen Parasiten ein unverzichtbarer Baustein für dauerhaften Erfolg und gesunde Rinder, so der Verband. Initiativplattform bietet Einstieg für Landwirte Tiergesundheit ist die Voraussetzung für das Wohlbefinden der Tiere, für die Erzeugung sicherer Lebensmittel und für eine ökonomische, nachhaltige und effiziente Produktion. Im Sinne der Vorbeuge ist auch die Kontrolle parasitärer Erkrankungen wichtig. Parasiten wie Würmer, Einzeller und Leberegel schwächen das Immunsystem, stressen die Tiere und führen oftmals zu langanhaltenden Leistungseinbußen. Ein schlechtes Allgemeinbefinden, vermindertes Wachstum, aber auch schwere Erkrankungen mit Durchfall können die Folge sein. Die Initiativplattform https://www.gesundeskalbgesundekuh.de/ unterstützt deshalb mit kompakten Informationen für Tierhalter. Parasitenbekämpfung vor Weideaustrieb besonders effektiv Die Parasitenbehandlung zum Frühjahrsaustrieb ist – in Ergänzung zu einem angepassten Weidemanagement – eine der erfolgreichsten Maßnahmen in Rinder haltenden Betrieben. Der Fokus liegt in erster Linie auf Jungrindern sowie trächtigen Färsen. Die Parasitenbelastung lässt sich dadurch dauerhaft senken. Dabei richtet sich die Notwendigkeit von Bekämpfungsmaßnahmen auf der Weide nach der Besatzdichte, dem Jahresverlauf und der Beschaffenheit der Weide. Auch regionale Unterschiede sind, wie zum Beispiel beim großen Leberegel, zu beachten. Regelmäßige Untersuchungen von Kotproben der Jungtiere, aber auch Tankmilchuntersuchungen, geben darüber Aufschluss und erleichtern die Wahl der richtigen Behandlungsstrategie. Im Austausch mit dem Tierarzt sollten Rinderhalter prüfen, eine Parasitenbekämpfung zum Weideaustrieb in das betriebsindividuelle Konzept einzubeziehen, zumal wirksame Mittel und Behandlungskonzepte in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen. Medikamente alleine reichen nicht aus – Hygienemanagement unverzichtbar Zusätzliche weidehygienische Maßnahmen unterstützen die medikamentöse Bekämpfung der Parasiten. Gleiches gilt für regelmäßige Reinigung und Desinfektion im Stall. Unter dem Begriff Biosicherheit sind alle Maßnahmen zusammengefasst, die dazu beitragen, die Kontamination der Tierbestände mit Krankheitserregern bzw. die Ausbreitung der Erreger, ausgehend von infizierten Tieren, zu verhindern. Langfristige Kontrolle der Parasiten nur mit einem guten Konzept Diagnostik, Behandlung, Erfolgskontrollen und ein an die Haltungsform angepasstes Management in engem Austausch mit dem Tierarzt sind die Grundpfeiler jeder erfolgreichen Strategie. Eine betriebsindividuelle, gezielte und verantwortungsbewusste Strategie gegen Parasiten ist ein unverzichtbarer Baustein für dauerhaften Erfolg und gesunde Rinder. Die Initiativplattform https://www.gesundeskalbgesundekuh.de/ bietet in kompakter Form einen Startpunkt, um tiefer in fachliche Empfehlungen unterschiedlicher Quellen einzutauchen. Neben dem Modul zur Parasitenkontrolle stehen Module zur Euter-, Kälber-, Stoffwechsel- und Klauengesundheit für Landwirte zur Verfügung.
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