Risiko für Nicht-alkoholische Fettlebererkrankung bei CED doppelt so hoch5. September 2022 © TANABOON – stock.adobe.com (Symbolbild) Für eine Metaanalyse zur Bestimmung der Prävalenz und der Risikofaktoren für NAFLD (Nicht-alkoholische Fettlebererkrankung) bei CED-Patienten durchsuchten Wissenschaftler aus den USA und dem Iran medizinische Literatur-Datenbanken. Die Forschenden schlossen Beobachtungsstudien ein, die über die Prävalenz von NAFLD bei ≥50 erwachsenen CED-Patienten berichteten. Die Diagnose der NAFLD konnte dabei auf der Grundlage von Bildgebung, Histopathologie und/oder dem Lebersteatose-Index gestellt werden. Geschlecht, Alter, Body-Mass-Index (BMI), Diabetes, Bluthochdruck, Dyslipidämie, frühere chirurgische Eingriffe (Darmresektion), Corticosteroide, Biologika und Immunmodulatoren wurden als Risiken für eine NAFLD bewertet. Von 1893 Zitaten wurden 44 Studien mit 14.947 Personen aus 18 Ländern eingeschlossen. Die gepoolte Prävalenz der NAFLD lag bei 30,7% (95%-KI 26,5–34,9) bei Patienten mit CED weltweit, wobei es regionale Unterschiede gab. Es konnte kein Unterschied bezüglich der Odds Ratio (OR) für NAFLD bei Patienten mit Morbus Crohn versus Patienten mit Colitis ulcerosa festgestellt werden (OR 1,16; 95%-KI 0,93–1,44). Das NAFLD-Risiko war bei CED-Patienten fast doppelt so hoch wie bei gesunden Personen (OR 1,96; 95%-KI 1,13–3,41). Alter (bereinigte OR [aOR] 1,03; 95%-KI 1,01–1,05) und BMI (aOR 1,27; 95%-KI 1,22–1,32) waren statistisch signifikant mit einem erhöhten NAFLD-Risiko verbunden. Auf der Grundlage von 6 Studien betrug die gepoolte Prävalenz einer fortgeschrittenen Leberfibrose bei CED-Patienten mit NAFLD 13,6% (95%-KI 7,6–19,7). Fazit Bis zu einem Drittel der CED-Patienten weltweit weisen eine NAFLD auf, dabei ist das NAFLD-Risiko bei CED-Patienten doppelt so hoch wie bei gesunden Probanden. (bi) Autoren: Zamani M et al. Korrespondenz: Rohit Loomba; [email protected] Studie: Meta-analysis: prevalence of, and risk factors for, non-alcoholic fatty liver disease in patients with inflammatory bowel disease Quelle: Aliment Pharmacol Ther 2022;55(8):894–907. Web: https://doi.org/10.1111/apt.16879
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