Risikofaktoren im Fokus: Metabolisches Syndrom und Nierenkrebs-Risiko in den USA

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Laut einer aktuellen US-Studie ist das Metabolische Syndrom (MetS) mit einem erhöhten Risiko für Nierenkrebs assoziiert. Dies unterstreicht laut den Autoren die Bedeutung der allgemeinen metabolischen Gesundheit für die Prävention von Nierenkrebs.

In ihrer Fall-Kontroll-Studie identifizierten die Wissenschaftler Fälle von Nierenkrebs bei Erwachsenen und stellten diesen im Verhältnis 1:10 Kontrollpersonen gegenüber. Diese entsprachen ihnen nach Alter, Indexjahr, Geschlecht, Versicherungsdauer und Region. Die neuen Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Cancer“ veröffentlicht.

Kombinationen von Erkrankungen

Sie verwendeten sie US-Verwaltungsdaten, welche aus MarketScan (2007 bis 2022) stammen. Metabolische Expositionen (Adipositas, Bluthochdruck, Diabetes und Dyslipidämie) bewerteten sie anhand von Diagnosen und Verschreibungen mit einer binären Klassifizierung (MetS: ≥3 Erkrankungen; Nicht-MetS: <3). Es folgte eine Sekundäranalyse. Die Forscher untersuchten also Prä-MetS (eine bis zwei Erkrankungen), metabolisch gesunde Personen, Beziehungen zu Dosis und Wirkung, Kombinationen von Erkrankungen sowie die Wechselwirkung zwischen Adipositas und MetS. Insgesamt bezogen die Wissenschaftler 48.587 Nierenkrebsfälle und 480.714 Kontrollpersonen in die Analyse ein.

Das MetS war somit im Vergleich zu Nicht-MetS mit einem erhöhten Risiko für Nierenkrebs assoziiert. Das MetS und das Prä- MetS waren im Vergleich zu metabolisch gesunden Personen mit einem höheren Risiko assoziiert. Jede weitere Erkrankung war mit einem Anstieg der Wahrscheinlichkeiten um 22 Prozent verbunden. Beim Vorliegen mehrerer Erkrankungen ergab sich eine höhere Wahrscheinlichkeit auf als bei einer einzelnen Erkrankung. Bei metabolisch gesunden Personen mit Adipositas und metabolisch ungesunden Personen mit Adipositas zeigten sich stärkere Zusammenhänge als bei metabolisch gesunden Personen ohne Adipositas.

(ri)