Rolle des Darmmikrobioms zur Vorbeugung und Behandlung von Krebs

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Mikroorganismen können zur Karzinogenese beitragen, andererseits aber auch die Immunüberwachung von Krebs und das Ansprechen auf eine Immuntherapie prägen.

Durch viele neue Daten ist das Verständnis der komplexen Beziehung zwischen verschiedenen wirtseigenen Mikroorganismen sowie der vielfältigen Mechanismen, durch die sie Gesundheit und Krankheit beeinflussen, enorm gewachsen. Dies hat die Entwicklung neuartiger therapeutischer Strategien beschleunigt, die auf die Mikrobiota abzielen, um die Behandlungsergebnisse bei Krebs zu verbessern.

Um einen Überblick zu geben, haben Elizabeth M. Park vom MD Anderson Cancer Center in Houston, USA, und ihre Kollegen den aktuellen Stand der Forschung zur Nutzung des Mikrobioms zur besseren Vorbeugung und Behandlung von Krebs in einem Review zusammengefasst. Die Bewertung der Zusammensetzung und Funktion der Mikrobiota eines Patienten und ihre anschließende gezielte Modulation seien Schlüsselelemente zukünftiger multidisziplinärer und präzisionsmedizinischer Ansätze, schreibt das Team.

Fazit
In ihrem Aufsatz skizzieren die Wissenschaftler den aktuellen Stand der Forschung zur Nutzung des Mikrobioms zur besseren Vorbeugung und Behandlung von Krebs. (sf)

Autoren: Park EM et al.
Korrespondenz: Jennifer A Wargo; [email protected]
Studie: Targeting the gut and tumor microbiota in cancer
Quelle: Nat Med 2022;28(4):690–703.
Web: https://doi.org/10.1038/s41591-022-01779-2