RSV bei Älteren mit deutlichem Mortalitätsanstieg

Senior mit Test für Influenza, RSV und COVID-19
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Forschende aus Dänemark haben die Übersterblichkeit und Hospitalisierungen durch das respiratorischen Synzytialvirus (RSV), Influenza und SARS-CoV-2 bei Erwachsenen berechnet. Demnach hat RSV einen erheblichen Einfluss auf Senioren.

Laut der Aussage der Autoren sind in einer neuen Studie in „The Lancet Regional Health – Europe“ erstmals sowohl die Übersterblichkeit als auch Hospitalisierungen von Erwachsenen aufgrund von Infektionen mit SARS-CoV-2, RSV und dem Influenzavirus in einem europäischen Kontext umfassend berechnet worden. Die Wissenschaftler hatten die entsprechenden Raten unter Erwachsenen (Alter über 18 Jahre) in Dänemark kalkuliert – von Januar 2015 bis März 2024.

Die Untersuchung ergab einen laut den Wissenschaftlern „erheblichen Einfluss“ von RSV auf Personen im Alter ab 65 Jahren. Der deutliche Anstieg der RSV-bedingten Todesfälle und Krankenhausaufenthalte, der in den vergangenen Jahren beobachtet wurde, sei wahrscheinlich auf die Ausweitung der Atemwegstests nach der COVID-19-Pandemie zurückzuführen, mutmaßen die Forschenden.

„Unsere Ergebnisse unterstreichen, dass Patienten, die bislang als Personen mit geringerem Risiko galten, stärker sensibilisiert werden müssen“, formulierten die Studienautoren. Ihre Studie biete außerdem Maßstäbe für die Bewertung präventiver Maßnahmen.

Das Team hatte 3944 RSV-bedingte Todesfälle sowie 5675 im Zusammenhang mit Influenza stehende und 5636 COVID-19-assoziierte Todesfälle identifiziert. Bei Erwachsenen im Alter ab 65 Jahren lagen die jährlichen Sterblichkeitsraten bei 31,2/100.000 Personen für RSV sowie bei 42,9 für Influenza und 88,5 für COVID-19. Darüber hinaus schätzte man die jährlichen Hospitalisierungsraten für Personen im Alter ab 65 Jahren auf 177,4/100.000 für RSV sowie auf 164,6 für Influenza und 398,7 für COVID-19. (ac)