RSV-Impfung: Zugangsungleichheiten und Skepsis gefährden weltweiten Erfolg30. Oktober 2025 © MargJohnsonVA – stock.adobe.com (Symbolbild) Die derzeit zur Prophylaxe von Infektionen der unteren Atemwege durch das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) zugelassenen Impfstoffe und monoklonalen Antikörper verringern die RSV-bedingte Krankheitslast deutlich. Damit markiere die Zulassung dieser Wirkstoffe für Schwangere, Säuglinge und ältere Erwachsene einen Wendepunkt in der RSV-Prävention, schreiben die Autoren eines Reviewbeitrags in „Current Opinion in Pediatrics“. Zu den derzeit zugelassenen Strategien zur RSV-Prävention zählen Impfstoffe für Schwangere, monoklonale Antikörper wie Nirsevimab für Säuglinge und Impfstoffe für ältere Erwachsene. „Diese Maßnahmen reduzieren RSV-bedingte Krankenhausaufenthalte, Intensivbehandlungen und die Sterblichkeit v.a. in Risikogruppen erheblich“, schreiben Dvir Gatt und Guy Hazan vom Soroka University Medical Center in Beer-Sheva, Israel. Erste Hinweise deuten den Autoren zufolge auch auf eine Verringerung von Wheezing im Säuglingsalter hin. Die langfristigen Auswirkungen auf die Entwicklung von Asthma seien jedoch noch unklar. „RSV-Impfstoffe und monoklonale Antikörper werden voraussichtlich die klinische Behandlung und die öffentliche Gesundheit verändern, indem sie die Belastung durch schwere Erkrankungen und die Übertragung von RSV verringern“, resümieren Gatt und Hazan. Allerdings seien weitere Forschungsarbeiten erforderlich, um die langfristigen Auswirkungen der präventiven Maßnahmen zu bewerten, zu denen auch die Effekte auf die Entwicklung von Asthma und Obstruktiver Schlafapnoe bei Kindern zählen. Fazit Um die Wirkung der Präventionsstrategien weltweit zu maximieren, sei es notwendig, aktuell bestehende Herausforderungen wie Impfskepsis und begrenzter Zugang zu den Impfungen in ressourcenarmen Regionen nachhaltig anzugehen, appellieren die Autoren. (ej/BIERMANN)
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