Rund 10 Millionen Euro für bessere Lymphom-Therapien26. Juni 2026 Mikroskopische Aufnahme eines Gewebeschnittes eines Hodgkin-Lymphoms, mit zwei rot markierten typischen Hodgkin-Tumorzellen im Zentrum. Diese Zellen werden im Projekt von Prof. Dr. Ralf Küppers untersucht. Bild: ©Prof. Dr. Ralf Küppers Die Deutsche Forschungsgemeinschaft setzt ihre Förderung des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1530 fort. Ziel ist, neue Mechanismen der Entstehung von Lymphdrüsenkrebs zu entschlüsseln und neue Therapien zu entwickeln. Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen prägen den SFB maßgeblich mit: Prof. Christian Reinhardt gehört zu den Vizesprechern des SFBs und leitet in Essen zwei Teilprojekte. Auch PD Dr. Stefan Alig und Prof. Ralf Küppers verantworten Forschungsvorhaben innerhalb des Verbunds. Bis 2029 stehen dem Verbund 10,3 Mio. Euro zur Verfügung. Davon fließen circa 740.000 Euro nach Essen. Das Logo des SFBs 1530. Copyright: Konsortium SFB 1530 Der Sonderforschungsbereich 1530 bringt Fachleute aus Berlin, Essen, Frankfurt und Köln zusammen. Sprecher des Sonderforschungsbereichs ist Prof. Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln. Im Mittelpunkt stehen Lymphome. Die beteiligten Arbeitsgruppen untersuchen, welche molekularen Prozesse die Entstehung der Erkrankungen antreiben und weshalb manche Lymphome besonders aggressiv sind. Ihre Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Behandlungen gezielter auf die biologischen Eigenschaften der jeweiligen Tumoren abzustimmen. Gute Zusammenarbeit zwischen Essen und Köln Reinhardt erforscht mit seinem Team das Diffuse großzellige B-Zell-Lymphom, die häufigste aggressive Form dieser Erkrankung. Er ist Direktor der Klinik für Hämatologie und Stammzelltransplantation an der Uniklinik Essen. Alig, an ebendieser Klinik, widmet sich dem Mantelzell-Lymphom, das trotz therapeutischer Fortschritte eine besondere Herausforderung darstellt. Küppers vom Institut für Zellbiologie (Tumorforschung) untersucht das Hodgkin-Lymphom, das vor allem bei jungen Erwachsenen häufig auftritt. „Die Fortsetzung dieses Verbundvorhabens mit ausgewiesenen Lymphom-Expertinnen und -Experten aus Deutschland ist nicht nur eine Auszeichnung für unsere lokale Forschung zu Blutkrebs, sondern auch ein schönes Beispiel für die erfolgreiche und lebendige Zusammenarbeit zwischen Essen und Köln auf dem Gebiet der Onkologie als gemeinsamer Standort des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen“, erläutert Reinhardt.
Mehr erfahren zu: "DFG-Förderung: Was Schilddrüsenhormone mit Grippe und Krebs zu tun haben könnten" DFG-Förderung: Was Schilddrüsenhormone mit Grippe und Krebs zu tun haben könnten Mit dem Einfluss von Schilddrüsenhormonen auf das Immunsystem beschäftigt sich Dr. Christina Wenzek von der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt ihre Forschung nun für drei […]
Mehr erfahren zu: "Lungenkrebs im Frühstadium: Neuer Ansatz strafft Ablauf von Diagnose bis OP" Lungenkrebs im Frühstadium: Neuer Ansatz strafft Ablauf von Diagnose bis OP An der University of California, Los Angeles Health (USA) hat man einen neuen Prozess in vier Schritten eingeführt, der Patienten von der Lungenkrebsdiagnose bis zur Operation führt – und dies […]
Mehr erfahren zu: "ctDNA schärft Prognose bei neu diagnostiziertem metastasierten Prostatakarzinom" ctDNA schärft Prognose bei neu diagnostiziertem metastasierten Prostatakarzinom Die Prognose beim neu diagnostizierten metastasierten Prostatakarzinom kann sehr unterschiedlich ausfallen. Könnte die dynamische Überwachung per zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) in Verbindung mit dem PSA-Wert und klinischen Parametern die Genauigkeit der […]