Rund 10 Millionen Euro für bessere Lymphom-Therapien

Mikroskopische Aufnahme eines Gewebeschnittes eines Hodgkin-Lymphoms, mit zwei rot markierten typischen Hodgkin-Tumorzellen im Zentrum. Diese Zellen werden im Projekt von Prof. Dr. Ralf Küppers untersucht. Bild: ©Prof. Dr. Ralf Küppers

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft setzt ihre Förderung des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1530 fort. Ziel ist, neue Mechanismen der Entstehung von Lymphdrüsenkrebs zu entschlüsseln und neue Therapien zu entwickeln.

Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen prägen den SFB maßgeblich mit: Prof. Christian Reinhardt gehört zu den Vizesprechern des SFBs und leitet in Essen zwei Teilprojekte. Auch PD Dr. Stefan Alig und Prof. Ralf Küppers verantworten Forschungsvorhaben innerhalb des Verbunds. Bis 2029 stehen dem Verbund 10,3 Mio. Euro zur Verfügung. Davon fließen circa 740.000 Euro nach Essen.

Das Logo des SFBs 1530. Copyright: Konsortium SFB 1530

Der Sonderforschungsbereich 1530 bringt Fachleute aus Berlin, Essen, Frankfurt und Köln zusammen. Sprecher des Sonderforschungsbereichs ist Prof. Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln. Im Mittelpunkt stehen Lymphome. Die beteiligten Arbeitsgruppen untersuchen, welche molekularen Prozesse die Entstehung der Erkrankungen antreiben und weshalb manche Lymphome besonders aggressiv sind. Ihre Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Behandlungen gezielter auf die biologischen Eigenschaften der jeweiligen Tumoren abzustimmen.

Gute Zusammenarbeit zwischen Essen und Köln

Reinhardt erforscht mit seinem Team das Diffuse großzellige B-Zell-Lymphom, die häufigste aggressive Form dieser Erkrankung. Er ist Direktor der Klinik für Hämatologie und Stammzelltransplantation an der Uniklinik Essen. Alig, an ebendieser Klinik, widmet sich dem Mantelzell-Lymphom, das trotz therapeutischer Fortschritte eine besondere Herausforderung darstellt. Küppers vom Institut für Zellbiologie (Tumorforschung) untersucht das Hodgkin-Lymphom, das vor allem bei jungen Erwachsenen häufig auftritt.

„Die Fortsetzung dieses Verbundvorhabens mit ausgewiesenen Lymphom-Expertinnen und -Experten aus Deutschland ist nicht nur eine Auszeichnung für unsere lokale Forschung zu Blutkrebs, sondern auch ein schönes Beispiel für die erfolgreiche und lebendige Zusammenarbeit zwischen Essen und Köln auf dem Gebiet der Onkologie als gemeinsamer Standort des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen“, erläutert Reinhardt.