SARS-CoV-2/COVID-19: Gesamtüberblick über Studien in Deutschland16. April 2020 Foto:quelle: DZIF In der Bekämpfung des neuen Coronavirus werden auch in Deutschland zunehmend Medikamente in klinischen Studien getestet. Um einen deutschlandweiten Gesamtüberblick darüber zu ermöglichen, erfassen die Klinischen Studienzentren des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) an der Uniklinik Köln erstmalig alle Studienaktivitäten zum SARS-CoV-2 im Healex Site Management System, dem standortübergreifenden Studienregister des DZIF. Alle in Deutschland geplanten und initiierten Studien sollen auf der DZIF-Website eingebettet werden und so für Ärzte, Bürger, Forscher und Patienten sichtbar und auffindbar sein. Der aktive Austausch von Forschenden, auch aus unterschiedlichen Disziplinen, trägt entscheidend zur erfolgreichen Entwicklung neuer Diagnose- und Behandlungsansätze in klinischen Studien bei. Transparente Einsicht in geplante und aktive Forschungsarbeiten zum neuen Coronavirus fördert diesen Austausch. Dafür ist es erforderlich, Forschungs- und Behandlungsstrategien zentral zu erfassen und ungehindert zugänglich zu machen. Diesen Ansatz verfolgt der Kölner Infektiologe Prof. Oliver Cornely als Koordinator der Klinischen Studienzentren im DZIF mit der von der Healex GmbH bereitgestellten Plattform. „Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren mit diesem System und konnten es daher in kürzester Zeit zusammen mit Healex für die SARS-CoV-2-Forschung anpassen. Damit erhöhen wir die Forschungsgeschwindigkeit und erleichtern die Zusammenarbeit aller Forschungsgruppen“, so Cornely. Stefan Wiesner, der Geschäftsführer von Healex, ergänzt: „Das Coronavirus erfordert eine starke Vernetzung von vielen Kliniken, Forschungsgruppen und Förderprojekten. Wir sind sehr froh, zusammen mit dem DZIF so schnell eine zentrale Lösung und Anlaufstelle zur Koordination und Vernetzung aller Studien ermöglichen und bereitstellen zu können.“ Forschende innerhalb und außerhalb des DZIF haben die Möglichkeit, ihre klinischen Studien und Projekte auf der Plattform zu registrieren. Neben Basisinformationen zum Forschungsvorhaben werden auch Verantwortliche und beteiligte Studienzentren erfasst. So haben Forschende und Ärzte die Möglichkeit, sich mit Kollegen auszutauschen oder potenzielle Kooperationen und Studienzentren für ihre Studien zu identifizieren. Betroffene Patienten, Angehörige und interessierte Bürger können sich mithilfe der Plattform über klinische Studien und Forschungsprojekte in ihrer Region informieren und Ansprechpartner kontaktieren. Wer seine Studie oder sein Forschungsprojekt der Übersicht hinzufügen möchten, kann sich per E-Mail an Prof. Oliver Cornely wenden.
Mehr erfahren zu: "„Ungewöhnlich früh“: Allergiker leiden schon unter Pollenflug" „Ungewöhnlich früh“: Allergiker leiden schon unter Pollenflug Die Erkältungszeit ist noch nicht vorbei, da stehen die nächsten Plagegeister vor der Tür: Haselpollen. In einigen Regionen ist der Pollenflug so stark wie noch nie Mitte Januar.
Mehr erfahren zu: "Lungenkrebs-Screening bei Ex-Rauchern: Risikoadaptierte Strategie sinnvoll" Lungenkrebs-Screening bei Ex-Rauchern: Risikoadaptierte Strategie sinnvoll Ein Team vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat eine neue, risikoadaptierte Strategie für den Start des Lungenkrebs-Screenings bei ehemaligen starken Rauchern entwickelt. Ziel ist es, den Beginn der Früherkennung nicht pauschal […]
Mehr erfahren zu: "Neu: „Schwerpunktversorgung Intensivmedizin“ am Universitätsklinikum Jena" Neu: „Schwerpunktversorgung Intensivmedizin“ am Universitätsklinikum Jena Als eine von wenigen Kliniken in Deutschland erhielt die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena (UKJ) jüngst die Auszeichnung „Schwerpunktversorgung Intensivmedizin“.