Schlechtere Heilung des diabetischen Fußes bei höheren OSA-Risiko-Scores3. Januar 2019 Foto: © magele-picture/Fotolia Bei Diabetikern, die aufgrund ihrer Erkrankung an Fußgeschwüren leiden, gibt es eine hohe Prävalenz der Merkmale und ein hohes Risiko für eine obstruktive Schlafapnoe (OSA). Das berichten die Autoren einer aktuellen Studie. Ein STOP-BANG-Score von ≥4 sagt den Verfassern der aktuellen Arbeit zufolge eine Heilung des diabetischen Fußes voraus. Eine OSA könne ein potenzieller, modifizierbarer Risikofaktor und damit ein Behandlungsziel sein, um die Outcomes beim diabetischen Fuß zu verbessern, erklären die Wissenschaftler. Die Forscher hatten 94 konsekutive Patienten (69 % Männer) mit diabetischen Fußgeschwüren untersucht (Typ-2-Diabetes: n=66; Typ-1-Diabetes: n=28), die sich an einer Universitätsklinik in Behandlung befanden. Alle Studienteilnehmer wurden mithilfe des STOP-BANG-Fragebogens auf eine OSA hin untersucht, wobei ein Wert ≥4 ein hohes Risiko für eine OSA darstellte. Der primäre Endpunkt war eine schlechte Abheilung diabetischer Fußulzera, definiert als Rezidiv (nach anfänglicher Heilung erneutes Auftreten an derselben anatomischen Stelle) und/oder ein Persistieren des Ulcus (kein Hinweis auf Heilung bei der klinischen Untersuchung). Alle Teilnehmer wurden nach 12 Monaten erneut untersucht. Von den 94 an der Studie teilnehmenden Patienten hatten 60 (64 %) einen STOP-BANG-Score ≥4. Im Verlauf von 12 Monaten musste bei 27 Teilnehmern mit einem Score ≥4 die Heilung als schlecht beurteilt werden, verglichen mit nur 7 Patienten mit einem Score <4 (45 % vs. 20,5 %; p=0,025). Ein STOP-BANG-Score ≥4 erhöhte in multivariablen Analysen das relative Risiko für eine schlechte Heilung um mehr als das Doppelte, unabhängig von anderen Risikofaktoren.
Mehr erfahren zu: "Kinder mit OSA: Erhöhtes Risiko für Grippe und COVID-19" Kinder mit OSA: Erhöhtes Risiko für Grippe und COVID-19 Unabhängig von Alter und Gewicht haben Kinder mit Obstruktiver Schlafapnoe (OSA) ein doppelt so hohes Risiko, an Grippe oder COVID-19 zu erkranken, wie gesunde Kinder – auch nach Adenotonsillektomie.
Mehr erfahren zu: "Land unterstützt UKSH und übernimmt Schulden" Land unterstützt UKSH und übernimmt Schulden Fraktionen und Regierung stehen in Schleswig-Holstein geschlossen hinter dem Universitätsklinikum: Viel Geld fließt in Forschung, Versorgung und Modernisierung. Doch die Entscheidung bringt auch neue Schulden für das Land.
Mehr erfahren zu: "Mögliches Universalvakzin: Einmal sprühen und vor allen Atemwegsinfekten geschützt?" Mögliches Universalvakzin: Einmal sprühen und vor allen Atemwegsinfekten geschützt? Ergebnisse einer experimentellen Studie an Mäusen deuten darauf hin, dass ein potenzieller neuer Impfstoff vor einer ganzen Reihe respiratorischer Krankheitserreger schützen könnte. Dabei halte seine Wirkung lange an, berichten Forschende.