Schlechtere Heilung des diabetischen Fußes bei höheren OSA-Risiko-Scores

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Bei Diabetikern, die aufgrund ihrer Erkrankung an Fußgeschwüren leiden, gibt es eine hohe Prävalenz der Merkmale und ein hohes Risiko für eine obstruktive Schlafapnoe (OSA). Das berichten die Autoren einer aktuellen Studie.

Ein STOP-BANG-Score von ≥4 sagt den Verfassern der aktuellen Arbeit zufolge eine Heilung des diabetischen Fußes voraus. Eine OSA könne ein potenzieller, modifizierbarer Risikofaktor und damit ein Behandlungsziel sein, um die Outcomes beim diabetischen Fuß zu verbessern, erklären die Wissenschaftler.

Die Forscher hatten 94 konsekutive Patienten (69 % Männer) mit diabetischen Fußgeschwüren untersucht (Typ-2-Diabetes: n=66; Typ-1-Diabetes: n=28), die sich an einer Universitätsklinik in Behandlung befanden. Alle Studienteilnehmer wurden mithilfe des STOP-BANG-Fragebogens auf eine OSA hin untersucht, wobei ein Wert ≥4 ein hohes Risiko für eine OSA darstellte.

Der primäre Endpunkt war eine schlechte Abheilung diabetischer Fußulzera, definiert als Rezidiv (nach anfänglicher Heilung erneutes Auftreten an derselben anatomischen Stelle) und/oder ein Persistieren des Ulcus (kein Hinweis auf Heilung bei der klinischen Untersuchung). Alle Teilnehmer wurden nach 12 Monaten erneut untersucht.

Von den 94 an der Studie teilnehmenden Patienten hatten 60 (64 %) einen STOP-BANG-Score ≥4. Im Verlauf von 12 Monaten musste bei 27 Teilnehmern mit einem Score ≥4 die Heilung als schlecht beurteilt werden, verglichen mit nur 7 Patienten mit einem Score <4 (45 % vs. 20,5 %; p=0,025).

Ein STOP-BANG-Score ≥4 erhöhte in multivariablen Analysen das relative Risiko für eine schlechte Heilung um mehr als das Doppelte, unabhängig von anderen Risiko­­faktoren.