Schmerz als Auslöser für eine Myokardschädigung bei Patienten mit Hüftfrakturen28. Mai 2026 Bild: WhalewithMoon – stock.adobe.com Eine multizentrischen internationale klinische Studie gibt Hinweise darauf, dass verstärkte Schmerzen bei Patienten mit Hüftfrakturen mit myokardialen ischämischen Ereignissen in der perioperativen Phase assoziiert sind. Schmerzen sind ein häufiges, aber oft vernachlässigtes Problem bei chirurgisch behandelten, stationär versorgten Patienten. Die internationale klinische Studie HIP ATTACK (HIP fracture Accelerated surgical TreaTment And Care tracK) war eine multizentrische, randomisierte kontrollierte Studie, in der bei 3000 Patienten die Auswirkungen einer beschleunigten chirurgischen Versorgung von Hüftfrakturen mit der Standardversorgung verglichen wurden. Methodik Die Autoren schlossen Patienten aus der HIP-ATTACK-Studie ein, bei denen mindestens eine Troponinmessung und eine Schmerzbewertung vorlag. Die Schmerzen wurden täglich bei der Krankenhausaufnahme anhand der Numerischen Rating-Skala (NRS) von 0–10 beurteilt. Die Primäranalyse umfasste alle verfügbaren Schmerzwerte, die gemittelt und anschließend in leichte (NRS 0–3), mäßige (NRS 4–7) und starke (NRS 8–10) Schmerzen vor und am Tag des ersten Troponinanstiegs kategorisiert wurden. Das primäre Outcome war ein Troponinanstieg aufgrund jeglicher Ursache, mit sekundären klinischen Endpunkten wie einer Myokardschädigung (aufgrund einer ischämischen Ätiologie), einem Myokardinfarkt und einer sich daraus anschließenden Kombination aus beiden Ereignissen. Ergebnisse Insgesamt 2430 (82 %) Patienten aus der ursprünglichen HIP-ATTACK-Kohorte (n=2970) gingen in die Analyse ein. Bei 45 Prozent der Probanden kam es zu einem Troponinanstieg aufgrund jeglicher Ursache. In den adjustierten Modellen korrelierten mäßige (OR 3,90; 95 %-KI 3,02–5,05) und starke Schmerzen (OR 29,24; 95 %-KI 17,7–48,29) mit einem Troponinanstieg aufgrund jeglicher Ursache. Ebenso waren mäßige (OR 2,09; 95 %-KI 1,71–2,57) und starke Schmerzen (OR 6,04; 95 %-KI 4,49–8,12) mit einer Myokardschädigung assoziiert, während nur starke Schmerzen mit einem Myokardinfarkt zusammenhingen (OR 2,33; 95 %-KI 1,35–3,99). Sowohl mäßige als auch starke Schmerzen waren schließlich mit dem zusammengesetzten Endpunkt assoziiert. (bi/BIERMANN) Ebenfalls interessant: Wenn Anästhesisten übernehmen: Schneller im OP bei Hüftfraktur
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