Schmerzen nach COVID-19: Studie identifiziert Risikofaktoren18. November 2024 © Lumos sp – stock.adobe.com (Symbolbild) In einer bevölkerungsbasierten Studie aus Dänemark litten 18% der Befragten, die aufgrund einer COVID-19-Erkrankung hospitalisiert worden waren, noch >1 Jahr später an neu aufgetretenen vielfältigen Schmerzen. Die Verfasser der Studie identifizerten auch verschiedene Faktoren, die mit einem erhöhten Risiko für neuauftretende Schmerzen verbunden waren. Die landesweite Querschnittsstudie umfasste eine Kohorte von 4712 dänischen Einwohnern (48,6% Frauen, Durchschnittsalter 60,1 ±15,6 Jahre), die zwischen März 2020 und Dezember 2021 wegen einer SARS-CoV-2Infektion hospitalisiert wurden. Demografische Daten, vorbestehende medizinische Komorbiditäten, frühere schmerzbedingte Symptome, die Verwendung von Medikamenten zur Schmerzbehandlung, die Schmerzintensität (4-Punkte-Skala) und die Entwicklung von de novo, vielfältigen Schmerzen nach der SARS-CoV-2-Infektion wurden mittels einer Selbstauskunft erhoben. Der Fragebogen dazu wurde über e-Boks (ein gesichertes nationales digitales Postsystem, das in Dänemark zur Bereitstellung öffentlicher Informationen für Einwohner verwendet wird) verbreitet. Zum Zeitpunkt der Studie (21 ±6 Monate nach dem Krankenhausaufenthalt) gaben 18,0% (847) das Vorhandensein von de novo, vielfältigen Post-COVID-Schmerzen und 38,6% jegliche Schmerzen an. Eine multivariate Analyse ergab, dass weibliches Geschlecht (OR 1,711; 95%-KI 1,444–2,023), ein höherer Body-Mass-Index (OR 1,032; 95%-KI 1,019–1,045), die Aufnahme auf Intensivstation (OR 1,597; 95%-KI 1,324–1,926), ein Schleudertrauma in der Vorgeschichte (OR 2,471; 95%-KI 1,004–6,081), Angstzustände (OR 3,626; 95%-KI 1,335–9,708) und jüngeres Alter (OR 0,982; 95%-KI 0,976–0,987) Faktoren waren, die mit der Entwicklung von de novo, vielfältigen Schmerzen nach COVID-19 in Verbindung gebracht wurden. Als schützende Faktoren stellten sich ein hohes Einkommen (OR 0,635; 95%-KI 0,494–0,817) und ein hohes Bildungsniveau (OR 0,774; 95%-KI 0,609–0,984) heraus. Fazit Die Studie untersuchte Schmerzen bei Patienten, die wegen COVID-19 hospitalisiert wurden. Zu den Risikofaktoren für Schmerzen nach einem Jahr gehörten weibliches Geschlecht, höherer Body-Mass-Index, Aufnahme auf die Intensivstation, frühere Schleudertraumata, Angstzustände und jüngeres Alter. Ein höheres Einkommen und Bildungsniveau wirkten hingegen schützend. (ah) Autoren: Ebbesen BD et al. Korrespondenz: Lars Arendt-Nielsen; [email protected] Studie: Prevalence and Risk Factors of Multitype Post-COVID Pain in a Cohort of Previously Hospitalized COVID-19 Survivors: A Danish Cross-Sectional Survey Quelle: J Pain 2024;25(9):104579. Web: https://doi.org/10.1016/j.jpain.2024.104579
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