Schmerzklinik Kiel und Institut für Neurowissenschaften Nürnberg als DGS-Exzellenzzentren ausgezeichnet8. Februar 2023 Johannes Horlemann (Mitte), Präsident der DGS, überreicht die Urkunden zur Auszeichnung der DGS-Exzellenzzentren an Hartmut Göbel (links) und Michael A. Überall. Foto: © Kirsten Haarmann/kh-fotografie.com Ende Januar hat die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) die Schmerzklinik Kiel und das Institut für Neurowissenschaften (IFNAP) Nürnberg als DGS-Exzellenzzentren ausgezeichnet. Die Schmerzklinik Kiel ist führend in der Behandlung von Kopfschmerzen. Das IFNAP hat mit dem PraxisRegister Schmerz das weltweit größte Schmerzregister etabliert. „Die Schmerzklinik Kiel und das IFNAP in Nürnberg haben eine außerordentliche Expertise und Meinungsführerschaft in schmerzmedizinischen Fragestellungen. Das ist die wichtigste Voraussetzung für die Ernennung zum DGS-Exzellenzzentrum“, erklärte DGS-Präsident Dr. Johannes Horlemann im Rahmen der Feierstunde zur Übergabe der Urkunden am 25. Januar 2023 in Hamburg. Während die Schmerzklinik Kiel unter Leitung von Prof. Hartmut Göbel als „DGS-Exzellenzzentrum Kopfschmerz“ ausgezeichnet wurde, erhielt das IFNAP unter Leitung von PD Dr. Michael A. Überall die Auszeichnung „DGS-Exzellenzzentrum Versorgungsforschung“. Multimodales Behandlungskonzept ermöglicht, Schmerzen zu lindern und Kosten zu senken Der DGS zufolge ist das Behandlungskonzept der Schmerzklinik Kiel vorbildlich in der Behandlung von Migräne und Kopfschmerzen. Basis ist ein multimodaler Ansatz mit dem Ziel, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und ihre Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen. „Durch das bundesweite Kopfschmerzbehandlungsnetz mit über 450 Kopfschmerzexperten in Deutschland, Publikationen aus dem Gesamtgebiet der Schmerztherapie mit Standardlehrbüchern, Patientenratgebern, Apps und durch das Engagement in wissenschaftlichen Fachgesellschaften bringen wir außerdem unser Wissen in die Versorgung der Patienten vor Ort“, sagt Göbel. Zentral ist dabei aus seiner Sicht die Entwicklung von Leitlinien, wie der DGS-PraxisLeitlinie Kopfschmerz sowie die Ausbildung von Ärzten, z. B. in dem von der Klinik initiierten universitären Masterstudiengang Migräne- und Kopfschmerztherapie. Auch die von der Klinik entwickelte Migräne-App, Selbsthilfeforen, regionale und bundesweite Selbsthilfetreffen und die Information der Öffentlichkeit trügen zu einer besseren Versorgung der Patienten bei. Versorgungsforschung mit dem weltweit größten Schmerzregister Mit dem PraxisRegister Schmerz und der zugrundeliegenden Online-Plattform iDocLive® leistet das IFNAP laut DGS einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungsforschung. „Nicht die Wirkung von Maßnahmen, sondern deren Nutzen für Betroffene steht dabei im Vordergrund“, erläutert Überall. Der IFNAP-Gründer und DGS-Vizepräsident betont: „Es geht uns um die Integration einer Bedürfnisorientierung, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse im Sinne der externen Evidenz bereitzustellen, aber auch zu hinterfragen, inwieweit sie wirklich für die konkrete Versorgungssituation von Vorteil sind.“ Das PraxisRegister Schmerz betrachtet die konkrete Alltagsversorgung im Einzelfall und evaluiert kollektive verschiedenste Therapien und Behandlungskonzepte. Mit mehr als 415.000 erfassten Behandlungsfällen ist es das weltweit größte Schmerzregister.
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