Schockbilder auf Zigarettenschachteln schrecken Jugendliche ab31. Mai 2018 Foto: © Imaginis – Fotolia.com Krebsgeschwür, Raucherlunge, Fußamputation: Schockbilder auf Zigarettenpackungen wirken. Negative Einstellungen zum Rauchen werden insbesondere bei jugendlichen Nichtrauchern durch die Ekelfotos verstärkt. Das zeigt eine aktuelle Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Im Rahmen des DAK-Präventionsradars mit mehr als 400 Schulklassen und insgesamt rund 7000 Schülerinnen und Schülern der Klassen fünf bis zehn hat die Krankenkasse die Wirkung der sogenannten Schockbilder auf Zigarettenschachteln bei Jugendlichen untersucht. „Unsere Studie zeigt, dass die Warnhinweise in beträchtlichem Maße negative Emotionen auslösen, wobei Jugendliche, die noch nie geraucht haben, stärker emotional reagierten als rauchende Jugendliche“, erklärte Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit. „Die Fotos können also einen präventiven Effekt haben, da sie negative Einstellungen von Jugendlichen zum Zigarettenrauchen verstärken. Als große Krankenkasse setzen wir darüber hinaus auf Information und Aufklärung, die schon in den Schulen beginnt.“ Zwar rauchen heute weniger Menschen als noch vor einigen Jahren. Doch jüngste Studien zeigen: In Deutschland greift jeder Vierte zur Zigarette. Etwa jeder siebte Todesfall ist immer noch auf die Folgen des Rauchens zurückzuführen. E-Zigaretten oder Shishas ersetzen heute oftmals die herkömmliche Zigarette – und wirken anscheinend gerade auf viele junge Menschen anziehend. Die Schockfotos auf Zigarettenschachteln zeigen mögliche Gesundheitsschäden durch das Rauchen, zum Beispiel verfaulte Zähne, Krebsgeschwüre oder Raucherlungen. Seit Einführung der EU-Tabakrichtlinie im Mai 2016 muss auch in Deutschland ein großer Teil der Verpackungsfläche für die Bilder und passende Texte reserviert sein. In zahlreichen Ländern waren die Warnhinweise aber bereits zuvor etabliert. Großbritannien geht sogar noch einen Schritt weiter. Dort müssen Zigaretten einheitlich dunkel verpackt werden; Markenlogos sind nicht erlaubt. Als Initiative der Deutschen Krebsstiftung in Kooperation mit der DAK-Gesundheit wurde die Ausstellung „4min, 15 sek – Momentaufnahmen vom Rauchen“ neu aufgelegt und mit aktuellen Aspekten wie E-Zigaretten und Shishas angereichert. Mit einer künstlerischen Herangehensweise sollen die Themen Rauchen und Gesundheit wieder stärker in den öffentlichen Fokus gerückt werden. Die Fotografien spiegeln das Thema Rauchen auf vielschichtige Weise wider – meist nicht direkt auf den ersten Blick erkennbar, aber umso eindringlicher beim zweiten Betrachten. Die DAK-Gesundheit engagiert sich seit Jahren in der Suchtprävention und der Raucherentwöhnung.
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