Schwangere erhält erste RSV-Impfung am Universitätsklinikum Jena26. Januar 2024 Foto: © Julia/stock.adobe.com Erstmals hat am Uniklinikum Jena eine Schwangere einen Impfstoff erhalten, der Babys gegen das sogenannte Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) schützen kann. Landesweit seien in Thüringen von 45 Kinder-Intensivbetten 27 belegt. Der Mutter und dem inzwischen geborenen Kind gehe es gut, teilte das Klinikum am 26. Januar 2024 mit. Die Impfung mit dem im Sommer 2023 zugelassenen Vakzin gegen die Atemwegserkrankung habe bereits Ende vergangenen Jahres stattgefunden. Für Neugeborene gebe es keine Impfung gegen RSV, teilte das Klinikum weiter mit. Doch gerade für sie könne das Virus gefährlich werden. Schwere Verläufe mit Komplikationen wie Lungenentzündungen träten am häufigsten in den ersten Lebensmonaten aus. Die Impfung der Mutter diene in erster Linie dem Schutz des Kindes, hieß es in der Pressemitteilung weiter. Es handle sich um einen Totimpfstoff ohne vermehrungsfähigen Erreger, sondern mit zwei Eiweißen, die auf der Oberfläche des Virus zu finden sind. Der Schutz gehe über das Nabelschnurblut an das Kind weiter. Außerdem könne die Mutter nach der Geburt Antikörper mit der Muttermilch an das Kind übertragen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Freitag sind seit Oktober 2023 637 RSV-Fälle in Thüringen erfasst worden. Die Zahl der übermittelten Erkrankungen sprang zuletzt sprunghaft von rund 100 pro Woche auf 244 Fälle an. Insgesamt 94 Patienten seien bislang stationär behandelt worden, Todesfälle seien keine bekannt. Landesweit seien von 45 Kinder-Intensivbetten 27 belegt.
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