Schwangerschaft: Längeres Stillen reduziert Diabetesrisiko5. September 2018 © Alik Mulikov – fotolia.com Die Stilldauer ist unabhängig mit einer niedrigeren Diabetesinzidenz assoziiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine prospektive Kohortenstudie mit 30 Jahren Nachbeobachtung. An der Studie nahmen 1238 schwarze und weiße Frauen im Alter von 18–30 Jahren teil, die zur Baseline (1985–1986) keinen Diabetes hatten und anschließend mindestens 1 Kind bekamen, Angaben zur Laktationsdauer machten und von 1986–2016 bis zu 7-mal auf Diabetes gescreent worden waren. Insgesamt kam es während 27.598 Personenjahren Follow-up zu 182 Diabetesneuerkrankungen. Die Gesamtinzidenz betrug 6,6 Fälle pro 1000 Personenjahre (95 %-KI 5,6–7,6). Die Rate für Frauen mit Gestationsdiabetes betrug 18,0 (95 %-KI 13,3–22,8), die für Frauen ohne Gestationsdiabetes 5,1 (95 %-KI 4,2–6,0) (p für Differenz < 0,001). Die Stilldauer zeigte eine starke, gestaffelt inverse Assoziation mit der Diabetesinzidenz: Die adjustierte relative Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, lag bei einer Laktationsdauer von 0–6 Monaten bei 0,75 (95 %-KI 0,51–1,09), bei mehr als 6, aber weniger als 12 Monaten bei 0,52 (95 %-KI 0,31–0,87) und bei 12 Monaten oder mehr bei 0,53 (95 %-KI 0,29–0,98) – jeweils im Vergleich zum Nichtstillen (p für Trend = 0,01). Es gab keine Anhaltspunkte, dass der Effekt durch die Ethnizität, Gestationsdiabetes oder die Parität modifiziert wurde. Fazit Die Studie zeigt auf, dass die Stilldauer mit der Inzidenz von Diabetes assoziiert ist. Weitere Untersuchungen sind erforderlich, um die Mechanismen aufzuklären, die diesen Zusammenhang erklären könnten, so der abschließende Hinweis der Autoren. Autoren: Gunderson EP et al. Korrespondenz: Division of Research, Kaiser Permanente Northern California, Oakland, CA, USA Studie: Lactation Duration and Progression to Diabetes in Women Across the Childbearing Years: The 30-Year CARDIA Study Quelle: JAMA Intern Med 2018 Mar 1;178(3):328–337. Web: jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine
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