Schwangerschaft: Vorbestehende chronische Nierenkrankheit häufig unterdiadnostiziert

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Schwangere Frauen mit chronischer Nierenkrankheit (CKD) werden häufig unterdiagnostiziert und vor, während oder nach der Schwangerschaft nicht ausreichend in die Versorgung integriert. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen US-Studie.

In der retrospektiven Kohortenanalyse schlossen die Forscher um Erstautorin Sonali Gupta vom Montefiore Medical Center Medicine (USA) Frauen mit Laboranzeichen einer CKD vor der Schwangerschaft ein, bei denen zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 1. März 2023 im Montefiore Health System in Bronx (USA) eine Schwangerschaft auftrat. Die Wissenschaftler untersuchten die Häufigkeit der CKD-Diagnosen, der negativen Auswirkungen auf Mutter und Fötus sowie der Inanspruchnahme medizinischer Leistungen während der Schwangerschaft bei einer Stichprobe von Frauen mit Anzeichen einer CKD vor der Schwangerschaft.

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Die Wissenschaftler untersuchten den Anteil der Frauen mit Laborsymptomen einer chronischen Nierenerkrankung, die einen Diagnosecode für CKD in ihrer Problemliste hatten. Die Autoren untersuchten außerdem den Zusammenhang zwischen verschiedenen eGFR-/Proteinurie-Grenzwerten in der Kohorte und (erstens) unerwünschten Schwangerschaftsausgängen, (zweitens) der Prävalenz einer chronischen Nierenerkrankung nach der Schwangerschaft und (drittens) der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen während der Schwangerschaft.

Die Studie wurden von Ladan Golestaneh vom Montefiore Medical Center Medicine (USA) geleitet und in der Fachzeitschrift „Kidney Medicine“ veröffentlicht.

Forscher: Versorgung nicht ausreichend

Von den 247 schwangeren Frauen, die aufgrund der geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR) oder Proteinurie die Kriterien für eine CKD vor der Schwangerschaft erfüllten, hatten 8,1 Prozent einen spontanen Abort, 10,9 Prozent einen verhaltenen Abort und bei 12,9 Prozent war CKD in der Problemliste aufgeführt. Von den 80,9 Prozent der Schwangerschaften, bei denen die fetale Lebensfähigkeit erreicht wurde, kam es bei 12,5 Prozent zu einer Frühgeburt, bei 22,6 Prozent entwickelte sich eine Schwangerschaftshypertonie und 20,0 Prozent ihrer Säuglinge mussten auf die Neugeborenen-Intensivstation aufgenommen werden.

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Bei denjenigen mit schwerer CKD (definiert als eGFR < 45 ml/min/1,73 m2 oder Proteinurie > 1000 mg/g) waren die Ergebnisse schlechter. 27,6 Prozent der Frauen mit CKD wurden innerhalb eines Jahres vor der Schwangerschaft in der Primärversorgung untersucht, während weniger als 0,1 Prozent jemals von einem Nephrologen untersucht wurden. Von den Frauen mit schwerer CKD wurden während der Schwangerschaft nur 40 Prozent in der Nephrologie untersucht, und weniger als 50 Prozent hatten nach der Entlassung einen Termin beim Nephrologen.

(ri/BIERMANN)