Schwangerschaftsdiabetes: Analyse der Darmflora kann bei der Diagnose unterstützen9. Juli 2025 Foto: © Yurii-Kibalnik/stock.adobe.com Eine neue Studie hat Merkmale der Darmmikrobiota in der Frühschwangerschaft identifiziert, die mit der Entwicklung von Gestationsdiabetes mellitus in Zusammenhang stehen. In der neuen Studie untersuchten Forscher des Second Hospital der Southern Medical University und des Third Affiliated Hospital der Guangzhou Medical University, China, die Dysbiose der Darmflora. Diese steht in engem Zusammenhang mit der Entstehung und dem Fortschreiten von Schwangerschaftsdiabetes und könnte als wichtiger Frühwarn-Biomarker dienen. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Microbiology Spectrum“ veröffentlicht. Unterschiede in der Zusammensetzung Die Wissenschaftler analysierten die Stuhlflora von 61 schwangeren Frauen im ersten Trimester mittels 16S-rRNA-Sequenzierung. Anschließend korrelierten sie diese mikrobiellen Profile mit den Ergebnissen oraler Glukosetoleranztests in der 24. bis 28. Schwangerschaftswoche und den klinischen Ergebnissen bei der Geburt. Das Ergebnis: Die Forscher entdeckten signifikante Unterschiede in der Zusammensetzung der Darmmikrobiota zwischen Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes und Frauen mit gesunden Schwangerschaften. Basierend auf ihren Erkenntnissen entwickelten sie ein Frühdiagnosemodell für Schwangerschaftsdiabetes, das auf Genus-Markern basiert und eine hohe diagnostische Präzision aufweist. Nicht-invasive Erkennung im Fokus „Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass mikrobiotabasierte Instrumente eine frühzeitige, nicht-invasive Erkennung von Gestationsdiabetes ermöglichen und neue Möglichkeiten zur Prävention und individuellen Behandlung bieten könnten“, schreiben die Studienautoren. „Diese Forschung unterstreicht die Rolle des Darmmikrobioms in der Schwangerschaft und hat wichtige Auswirkungen auf die Gesundheit von Mutter und Fötus.“
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