Schweinepest: Neue Fälle in der Uckermark – Auflagen sind dringend einzuhalten5. August 2026 (Symbolbild) Foto: © Madelaine – stock.adobe.com Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat sich in einem Gebiet der Uckermark an der polnischen Grenze ausgeweitet. Es gelten Auflagen. Der Landkreis warnt: Bei Verstößen drohen beträchtliche Bußgelder. Wegen neuer Schweinepest-Fälle in der Uckermark wird das Schutzgebiet in der Nähe der Grenze zu Polen ausgeweitet. Es bestehe eine große Gefahr, dass durch indirekten Kontakt über Schuhe oder Fahrzeuge das Virus in andere, tierseuchenfreie Gebiete verschleppt werde, teilte der Landkreis Uckermark mit. Auch Geldbußen drohen, wenn gegen Auflagen verstoßen wird. Am 30. Juli sei bei einem weiteren tot entdeckten Wildschwein das Virus der ASP amtlich festgestellt worden, so die Kreisverwaltung. Zudem gebe es bei fünf Wildscheinen den Verdacht. Die Anordnung von Auflagen gelte nun für weitere Gebiete der betroffenen Sperrzone. Das Agrarministerium geht davon aus, dass Wildschweine aus infizierten Gebieten in Polen für den Eintrag verantwortlich sind. Welche Schritte hat der Landkreis angeordnet? Für die landwirtschaftlichen Flächen innerhalb des Bereiches gelte ein Bewirtschaftungsverbot, erklärte der Landkreis. Ernte oder Bewirtschaftungsmaßnahmen müssten mit dem ASP-Krisenzentrum abgestimmt werden. Das Jagdverbot wird demnach auf das neue Gesamtgebiet ausgedehnt. Die Sommerdeiche werden gesperrt. Hunde seien unbedingt an der Leine zu führen und die Tore zu schließen, hieß es weiter. Das gefährdete Gebiet ist mit Schutzzäunen umgeben. Die Polder dürften zudem nur noch von berechtigten Personen betreten werden. Radfahren und Wandern auf dem ausgewiesenen Oder-Neiße-Radweg sei aber weiter möglich. Geldbußen bis 30.000 Euro möglich Bei Verstößen können laut Landkreis Geldbußen von bis zu 30.000 Euro verhängt werden. „Da von der Einhaltung der Gebote und Verbote der Erfolg der Bekämpfungsstrategie abhängt, weist der Landkreis darauf hin, dass er von dieser Möglichkeit zukünftig verstärkt Gebrauch machen wird.“ Nach einem Jahr kam Schweinepest zurück Vor Wochen war in der Uckermark bei Stützkow südlich von Schwedt (Oder) nach über einem Jahr wieder die ASP nachgewiesen worden. Die Funde betreffen ein Teilgebiet des Nationalparks Unteres Odertal. Die Seuche, die für Menschen ungefährlich ist, verläuft für Schweine fast immer tödlich. Bislang wurden in Brandenburg seit dem ersten Auftreten der ASP im Jahr 2020 3.455 Wildschweine positiv auf das Virus getestet.
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