Science Slam beim DGP-Kongress: Interessante Forschungsarbeiten spannend präsentiert5. April 2023 Überzeugte mit seiner Performance: Science Slam-Gewinner Tobias Böselt (rechts) mit Moderator Stefan Ganß. (Foto: © Mike Auerbach) Beim Science Slam im Rahmen des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Düsseldorf haben Forschende die Chance genutzt, ihre Performancekünste zu zeigen, um so die eigenen Arbeiten unterhaltsam zu präsentieren. Vier Slammer aus Marburg, Berlin, Borstel und Gießen machten im verbalen Kampf um den ersten Platz ihre Forschungsarbeit erlebbar. Den größten Zuspruch erhielt in der Publikumsabstimmung Dr. Tobias Böselt vom Universitätsklinikum in Marburg. Insgesamt war beim Science Slam der DGP ein Preisgeld von 3500 Euro ausgelobt worden. Mit einer Darbietung zum Thema „Machen ist wie wollen, nur krasser“ konnte Böselt, Assistenzarzt am Universitätsklinikum Marburg, das Publikum überzeugen. Für den mit 1500 Euro dotierten ersten Platz hat der Mediziner erklärt, wie bedeutend die Frührehabilitation von Patienten während des Aufenthaltes auf einer Intensivstation ist – gerade in Bezug auf die körpereigenen Botenstoffe und die Muskelkraft. Ein entsprechendes frühzeitiges Training könne sogar den Klinikaufenthalt verkürzen. Wie krankheitsspezifische Ängste die Lebensqualität beeinflussen können Den mit 1000 Euro dotierten zweiten Platz belegt Nina Piel, Lehrbeauftragte für Klinische Psychologie und Psychotherapie im Schwerpunkt Verhaltenstherapie der Psychologischen Hochschule Berlin und Doktorandin der Medizinwissenschaften an der Philipps Universität Marburg. Sie hatte sich dem Thema „Alice im Wunderland – krankheitsspezifische Ängste bei interstitiellen Lungenerkrankungen (ILD)“ gewidmet und dabei erklärt, wie krankheitsspezifische Ängste aussehen und die Lebensqualität der Betroffenen beeinflussen können. Dazu hat sie im Rahmen ihrer Arbeit einen Fragebogen zur Beurteilung von krankheitsspezifischen Ängsten bei ILD mitentwickelt. Piel hat festgestellt: Der Fragebogen IAQ kann zu einer differenziellen Indikationsstellung potenzieller psychischer Zusatzinterventionen beitragen. Neue Therapiemöglichkeiten zur Lungenfibrose – Zellsubcluster können Heilungsprozess unterstützen Den dritten Platz mit einem Preisgeld von 500 Euro belegte Fatima Mourtada, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungszentrum Borstel. In ihrer englischsprachigen Darbietung zum Thema „The Proteasome and her Regulators“, also zum zellulären Proteinkomplex Proteasom und dessen Regulatoren, hat sie sich grundsätzlich mit neuen Therapiemöglichkeiten zur Lungenfibrose beschäftigt. Konkret tragen die Ergebnisse ihrer präsentierten Arbeit zu einem besseren Verständnis der Funktion des Proteasom-Aktivators PA200 bei Lungenfibrose bei – und dessen potenzieller Validierung als neuartiges therapeutisches Ziel. Gleichauf belegte Arun Lingampally, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bellusci Lab der Justus-Liebig-Universität Gießen, einen zweiten dritten Platz, ebenfalls dotiert mit 500 Euro. Seine englischsprachige Darbietung mit dem Titel „Evidence for a lipofibroblast-to-Cthrc1pos myofibroblast reversible switch during the development and resolution of lung fibrosis” beschäftigte sich mit der Gewebeänderung im Zuge einer Lungenfibrose. Konkret untersucht Lingampally spezielle Zellsubcluster bei der Fibrosebildung und erläutert den Einfluss dieser Cluster auf den Zelltyp der aktivierten Myofibroblasten, die beim Heilungsprozess unterstützen können.
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