Seit zehn Jahren vollwertiges Krankenhausessen am Universitätsklinikum Leipzig7. März 2022 Foto: ©karrastock – stock.adobe.com Zum Tag der gesunden Ernährung am 7. März zieht das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) eine positive Bilanz seines seit zehn Jahren bestehenden vollwertigen Versorgungsprogrammes. Die Klinikspeisen würden den zehn Regeln einer vollwertigen Ernährung entsprechen. Damit sei das Essensangebot auch herzgesund. Das Essen und Trinken im Krankenhaus kann und sollte einen Beitrag zur Gesundung leisten. Aus diesem Grund bietet das UKL bereits seit zehn Jahren den stationären Patientinnen und Patienten ein Speisenangebot an, das die zehn Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung einer vollwertigen Ernährung erfüllt und so den Körper unterstützt. „Wer möchte, kann sich also während der Zeit im Klinikum gesund ernähren – ausgewogen und auf der Grundlage der Erkenntnisse zur Vorbeugung ernährungsmittelbedingter Krankheiten wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, erklärt Lars Selig, Leiter des Ernährungsteams am UKL. Er zeichnet für dieses Projekt verantwortlich, mit dem das UKL als Maximalversorger zu den Pionieren auf diesem Gebiet gehört. „Die Umsetzung der Anforderungen für die hohen Qualitätsstandards ist gerade in der Gemeinschaftsverpflegung, zu der ja die Speisenversorgung in einem Krankenhaus gehört, eine echte Herausforderung“, so der Ernährungsexperte. „Umso mehr macht es uns stolz, dass wir diese erfüllen und unsere Patientinnen und Patienten auch auf diesem Gebiet unterstützen können.“ Grundlage einer herzgesunden Kost sind Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, hochwertige Öle und Fette und ein geringer Anteil tierischer Lebensmittel. Zentral für eine Ernährung mit Vorbeuge-Effekt von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Fette – gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren sollten durch ungesättigte ersetzt werden. Das kann zum Beispiel durch den Einsatz hochwertiger pflanzlicher Fette und Öle wie Rapsöl oder den Verzehr fettreicher Fischarten erfolgen. Für die Speisenversorgung am UKL bedeutet das, diese Kriterien bei allen Mahlzeiten des Tages umzusetzen. Auf den Speisekarten des UKL sind die Speisen, die den Qualitätsstandards entsprechen, gesondert gekennzeichnet. Die Patientinnen und Patienten können sich also, so sie nicht erkrankungsbedingt einer Spezialdiät folgen müssen, frei entscheiden – für oder gegen eine gesundheitsfördernde Ernährung. „Wer auch sonst auf seine Ernährung achtet, kann das damit auch während der Klinikbehandlung aufrechterhalten“, so Selig. „Und wer damit bisher gezögert hat, kann hier beginnen – und erleben, dass eine Umstellung nicht Verzicht auf positive Geschmackserlebnisse bedeuten muss.“ Wenn die herzgesunde Ernährung dann auch nach dem Klinikaufenthalt beibehalten oder häufiger berücksichtigt werde, sei viel für die Vorsorge gewonnen – ganz im Sinne der Kernaufgaben eines Krankenhauses, so die Hoffnung des UKL.
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