Sicheres Datenmanagement bei medizinischen Registern16. Mai 2024 Timo Stehn (l., Foto: A. Mattescheck/T. Hedrich) und Bernd Kladny (Foto: Intercongress) Die RSG Register Solutions gGmbH (RSG) der DGOOC wurde im April nach dem führenden internationalen Sicherheitsstandard ISO 27001 zertifiziert und ermöglicht den Aufbau von medizinischen Registern mit höchster Informationssicherheit, so die Fachgesellschaft. Die Zertifizierung bestätige der RSG, dass sie ein robustes Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) einsetzt und erfolgreich implementiert hat, so die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC). „Wir sind sehr stolz darauf, mit der Zertifizierung nach ISO 27001 unseren Kundinnen und Kunden ein Höchstmaß an Informationssicherheit beim Aufbau und Betrieb medizinischer Register bieten zu können“, sagt RSG-Geschäftsführer Timo Stehn. „Die RSG wurde von der DGOOC gegründet, um die umfangreichen Erfahrungen mit dem Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) für andere Akteure im Betrieb von medizinischen Registern nutzbar zu machen“, teilt Prof. Bernd Kladny, Generalsekretär der DGOOC mit. Die RSG entwickelt Software, die Akteure des Gesundheitswesens dabei unterstützt, medizinische Register aufzubauen und zu betreiben. Im Auftrag ihrer Kunden führt die RSG zudem elektronische Patientenbefragungen (PROMs) durch, die einen wertvollen Einblick in den prä- und postoperativen Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten gewähren. „Unsere Mission ist es, Akteure des Gesundheitswesens dazu zu befähigen, Patienten- und Identitätsdaten datenschutzkonform zu managen, um die Forschung bei der Entwicklung innovativer Lösungen zu unterstützen. Gesundheitsdaten bedürfen eines besonders sensiblen Umgangs“, sagt Stehn. Im Zuge der ISO 27001-Zertifizierung haben die Spezialisten für medizinische Register strikte Verfahren und Richtlinien definiert, um sicherzustellen, dass nur befugte Personen Zugang zu den Daten erhalten. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Abwehr der wichtigsten IT-Sicherheitsbedrohungen (z.B. Malware) und von einem möglichen Katastrophenfall festgelegt, um die Geschäftskontinuität in solchen Situationen zu gewähren, betont die DGOOC und erklärt weiter: Medizinische Register ermöglichen die Überwachung von Behandlungsergebnissen und Patientenverläufen. Durch den Vergleich von Ergebnissen tragen medizinische Register einen erheblichen Teil dazu bei, die Qualität der Gesundheitsversorgung zu verbessern. Zudem erhalten Hersteller Informationen über die Performance ihrer Produkte, die sie für die Marktüberwachung und (Re-) Zertifizierung ihrer Produkte bei Benannten Stellen nutzen können. Die europäische Medizinprodukte-Verordnung (EU-MDR) schreibt vor, dass Hersteller von Medizinprodukten ihre Produkte nur in den Verkehr bringen dürfen, wenn sie deren Sicherheit mithilfe von Langzeitdaten nachweisen können. So soll zudem die Qualität und Wirksamkeit der Medizinprodukte verbessert und mehr Transparenz geschaffen werden.
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