siRNA soll Chlamydien den Garaus machen6. Februar 2019 Foto: © Coloures-Pic – fotolia.com Forscher der University of Waterloo haben einen neuen Weg entwickelt, um Infektionen mit Chlamydien zu verhindern und zu behandeln. Die neue Behandlung unterscheidet sich von der traditionellen antibiotischen Behandlung, da es sich um eine Art Gentherapie handelt, die über Nanotechnologie durchgeführt wird und eine Erfolgsrate von 65 Prozent bei der Prävention einer Chlamydieninfektion bei einer Einzeldosis aufweist. “Während sich die Antibiotikaresistenz weiter entwickelt, erleiden die Menschen möglicherweise Chlamydien-Infektionen, die nicht mit herkömmlichen Mitteln behandelt werden können, was zunehmend zu Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit führt”, sagte Emmanuel Ho, Professor an der Waterloo School of Pharmacy (Kanada). “Wenn eine Chlamydien-Infektion nicht behandelt wird oder die Behandlung längere Zeit in Anspruch nimmt, kann dies zu Unfruchtbarkeit und anderen Fortpflanzungsproblemen führen. Daher ist es wichtig, neue Wege zu finden, um diese häufige Infektion zu behandeln. Da die FDA in den USA kürzlich das erste auf siRNA basierende Medikament für den Markt zugelassen hat, hoffen wir, dass diese Art von Forschung in Zukunft weithin verfügbar sein wird.” Die neue Behandlung, die in Hos Labor eingeführt wurde, zielt auf die Chlamydien-Infektion ab, indem verhindert wird, dass die Mehrheit der Bakterien in die Zellen des Genitaltrakts eindringt. Zudem zerstört sie alle Bakterien, die in eine Zellwand eindringen können. Das Team konnte dies erreichen, indem es mit einer kleinen interferierenden Ribonukleinsäure (siRNA) ein spezifisches Gen namens PDGFR-beta im weiblichen Fortpflanzungstrakt ins Visier nahm, das ein Protein erzeugt, welches an Chlamydien bindet. “Indem wir auf PDGFR-beta abzielen, können wir die Bildung des Proteins stoppen, das Chlamydien für den Eintritt in Hautzellen des Genitaltrakts verwenden”, sagte Ho. “Infolgedessen hat eine sich anbahnende Infektion weniger Ziele, an die sie sich sozusagen hängen kann und es ist weniger wahrscheinlich, dass eine Infektion auftritt.” Wenn Chlamydien an Zellen binden und in diese eindringen können, aktiviert die Nanomedizin-Therapie die Autophagie, einen zellulären Prozess, bei dem infizierte Hautzellen eine Blase um diese Bakterien bilden und diese zerstören können. Alleine kann siRNA nicht in Hautzellen eindringen, um die PDGFR-beta-Expression zu reduzieren und die Bindung von Chlamydien zu verhindern. Die neue Gentherapie verwendet einen einzigartigen Nanopartikel, mit dem siRNA in die Zellen eindringen, die Fähigkeit von Chlamydien zur Bindung verringern und durch die Zerstörung invasiver Bakterien die Ausbreitung der Krankheit verhindern kann.
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