Sotalol gegen Vorhofflimmern: Intravenöse Einstellung verkürzt Krankenhausaufenthalte13. November 2024 Symbolfoto: ©Trsakaoe/stock.adobe.com Die PEAKS-Registerdaten zeigen: Bei Vorhofflimmern lässt sich Sotalol durch intravenöse Gabe schnell und sicher auftitrieren, mit einer Klinikaufenthaltsdauer von durchschnittlich nur 1,1 Tagen. SALT LAKE CITY (Biermann) – Die Einnahme von oralem Sotalol zur Behandlung von Vorhofflimmern (VHF) erfordert 3 Tage, häufig im Krankenhaus, um einen Steady-State zu erreichen. Schneller – und dabei sicher durchführbar – lässt sich dies offenbar über eine intravenöse (i.v.) Applikation erreichen, wie die aktuelle Auswertung des multizentrischen Beobachtungsregisters PEAKS andeutet. Hintergrund der Untersuchung ist, dass die US-amerikanische Food and Drug Administration zwar die i.v. Sotalol-Behandlung auf der Grundlage einer modellgestützten Entwicklung genehmigte – es fehlte jedoch an Patientendaten. Diese liefert nun das PEAKS-Register mit 167 konsekutiv aufgenommenen Patienten an 10 Standorten, die sich aufgrund von Vorhofarrhythmien einer elektiven i.v. Sotalol-Behandlung unterzogen (23 % weiblich; medianes Alter 68 Jahre; IQR 61–74, medianer CHA2DS2-VASc-Score 3; IQR 2–4). Zu den Ergebnissen, die von der Krankenhausaufnahme bis zur ersten ambulanten Nachuntersuchung gemessen wurden, gehörten unerwünschte Arrhythmieereignisse, Wirksamkeit und die Dauer des Klinikaufenthalts. Insgesamt wurden 99 % der Patienten zur Einleitung einer Sotalol-Behandlung aufgenommen (1 % zur Dosiseskalation), mit einer oralen Sotalol-Zieldosis von entweder 80 mg 2-mal täglich (51 %) oder 120 mg 2-mal täglich (47 %). Eine geschätzte Kreatinin-Clearance ≤90 ml/min hatten 62 Patienten (37 %). Bei der Vorstellung waren 40 % der Patienten im Sinusrhythmus, während bei 26 % vor der Sotalol-Infusion eine Kardioversion durchgeführt wurde. Bei 2 Patienten wurde die Sotalol-Infusion wegen Bradykardie oder Hypotonie abgebrochen. Bei 6 Patienten wurde Sotalol vor der Entlassung wegen QTc-Verlängerung (n=3), Bradykardie (n=1) oder rezidivierender Vorhofarrhythmie (n=2) abgesetzt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 1,1 Tage, und 95 % (n=159) wurden nach 1 Nacht entlassen. Die Studienautoren um Benjamin A. Steinberg vom University of Utah Health Sciences Center in Salt Lake City (USA) weisen darauf hin, dass weitere Daten über die minimale Dauer der Überwachung im Krankenhaus benötigt werden. (ah) Autoren: Steinberg BA et al.Korrespondenz: Benjamin A. Steinberg; [email protected]Studie: Expedited loading with int ravenous sotalol is safe and feasible-primary results of the Prospective Evaluation Analysis and Kinetics of IV Sotalol (PEAKS) RegistryQuelle: Heart Rhythm 2024;21(7):1134–1142.doi: 10.1016/j.hrthm.2024.02.046
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