Spärliche Datenlage zur Telemedizin bei COPD12. März 2021 © W PRODUCTION – stock.adobe.com (Symbolbild) Der Telemedizin kommt vor allem in Zeiten der COVID-19-Pandemie immer mehr Bedeutung zu. Anhand einer Literaturrecherche in der Medline-Datenbank haben Forscher nun den Einsatz telemedizinischer Lösungen bei der Versorgung von Patienten mit chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung (COPD) analysiert. Eingeschlossen in die Analyse wurden systematische Reviews, Metaanalysen, klinische Studien und randomisierte kontrollierte Studien in englischer Sprache mit ausgewählten Suchworten (Telemedicine, TeleRehabilitation, Telemonitoring, mHealth, Ehealth, Telehealth und COPD) im Titel oder in der Zusammenfassung, die zwischen dem 01.01.2015 und dem 31.05.2020 veröffentlicht worden waren (n=56). Die Forscher beobachteten eine positive Tendenz für einen Benefit telemedizinischer Lösungen im Hinblick auf Telerehabilitation, die gesundheitliche Aufklärung und das Selbstmanagement sowie der Früherkennung von COPD-Exazerbationen, der psychosozialen Unterstützung und der Nikotinentwöhnung. Sie betonen aber, dass die Heterogenität von klinischen Studien und Reviews die Interpretationen und Bewertung dieser Tendenz einschränke. In Bezug auf Telemonitoring-Interventionen und deren Kosteneffizienz habe es widersprüchliche Ergebnisse gegeben. Zudem sei im untersuchten Zeitraum die Menge der Literatur zu Telekonsultationen spärlich ausgefallen. Fazit Die Tendenz zu einer Nichtunterlegenheit der Telemedizin im Vergleich zum konventionellen COPD-Management scheint aber eine Möglichkeit zu bieten, um COPD-Patienten eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung zukommen zu lassen – und das, vor allem während der COVID-19-Pandemie, mit einer Sicherheitsgarantie zumindest im Hinblick auf eine SARS-CoV-2-Infektion. (ac) Autoren: Barbosa MT et al. Korrespondenz: Miguel T. Barbosa; [email protected] Studie: Telemedicine in COPD: An Overview by Topics Quelle: COPD 2020;17(5):601–617. Web: https://doi.org/10.1080/15412555.2020.1815182
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