Spätes Asthma bei adipösen Patienten: Mehr Exazerbationen7. Juli 2021 © motortion – stock.adobe.com (Symbolbild) Asthmapatienten, bei denen die Erkrankung erst im Erwachsenenalter auftrat und die bei der Diagnose adipös waren, blieben in einer neuen Studie und deren 12-Jahres-Nachbeobachtung in der Mehrzahl langfristig fettleibig. Sie erlitten auch mehr Exazerbationen und wurden häufiger wegen Atemproblemen in ein Krankenhaus eingewiesen als normalgewichtige Patienten. Ein Gewichtsverlust sollte daher bei der Behandlung eine Priorität darstellen, unterstreichen die Studienautoren. Die Wissenschaftler berichten über 203 Personen mit Asthmadiagnose im Erwachsenenalter und einem Body Mass Index (BMI) bei Diagnose in 1 von 3 Kategorien: <25 kg/m2 bzw. 25–29,9 kg/m2 oder ≥30 kg/m2. Nach 12 Jahren waren 86% der bei Diagnosestellung adipösen Patienten immer noch fettleibig. Während der Nachbeobachtung wurde kein Unterschied in der Gewichtszunahme zwischen den BMI-Kategorien festgestellt. Patienten, die zum Zeitpunkt der Diagnose adipös waren, berichteten über häufigere Therapien mit oralen Corticosteroiden (OCS) (46,9% vs. 23,1%; p=0,028), bekamen OCS häufiger (81,6% vs. 56,9%; p=0,014) und in höheren Dosierungen (Median 1350 mg Prednisolon [IQR 280–3180) vs. 600 mg (IQR 0–1650); p=0,010) verschrieben als normalgewichtige Patienten. Darüber hinaus wurden Adipöse häufiger wegen Atemproblemen in ein Krankenhaus eingewiesen als Normalgewichtige (38,8% vs.16,9%; p=0,033). In multivariaten logistischen Regressionsanalysen sagte Fettleibigkeit den Einsatz von OCS und Krankenhauseinweisungen voraus. Fazit Bei Asthma im Erwachsenenalter blieben adipöse Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose meist langfristig adipös und hatten mehr Exazerbationen und respiratorisch bedingte Krankenhauseinweisungen im Vergleich zu normalgewichtigen Patienten während der 12-jährigen Nachbeobachtung. (ac) Autoren: Ilmarinen P et al. Korrespondenz: Pinja Ilmarinen; [email protected] Studie: Long-term prognosis of new adult-onset asthma in obese patients Quelle: Eur Respir J 2021;57(4):2001209. Web: https://doi.org/10.1183/13993003.01209-2020
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