Spatenstich für neue Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bochum Linden

(v.l.n.r): Dr. Christian Utler (CEO Valeara), NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Bochums Oberbürgermeister Jörg Lukat beim feierlichen Spatenstich zum geplanten Neubau der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bochum Linden. (Quelle: Valeara)

Mit einem feierlichen Spatenstich hat der Klinikbetreiber Valeara den offiziellen Baustart für den Neubau der Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Bochum Linden begangen.

Gemeinsam mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Bochums Oberbürgermeister Jörg Lukat gaben die Valeara-Geschäftsführer Dr. Christian Utler und Simone Hoffmann den Startschuss für ein kinder- und jugendpsychiatrisches Klinikprojekt. Der Neubau wird mit rund 32 Millionen Euro realisiert. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert das Projekt mit 22,5 Millionen Euro.

„Mit dem heutigen Spatenstich setzen wir ein starkes Zeichen für eine moderne und zukunftsfähige kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung“, sagte Utler, CEO von Valeara. „Wir schaffen hier nicht nur ein Gebäude, sondern einen Ort, an dem medizinische Qualität, menschliche Haltung und innovative Architektur zusammenkommen. Unser Anspruch ist es, Versorgung neu zu denken – konsequent aus der Perspektive der Kinder und Jugendlichen.“

Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, betonte: „Ich freue mich sehr, dass wir mit der Förderung des Neubaus in Bochum gezielt die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung in der Region stärken. Es ist wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen möglichst aktiv in die Behandlung und den Klinikalltag einbezogen werden. Der Klinikneubau mit seinem offenen und modernen Baukonzept wird dafür sehr gute Voraussetzungen bieten.“

Partizipatives Konzept prägt Neubau von Anfang an

Zentrales Element des Projektes ist das partizipative Behandlungskonzept, das von Prof. Michael Schulte-Markwort eng begleitet wurde. „Mit einem neuen innovativen Gebäude geht unser Anspruch einher, auch konzeptionell neue Wege zu gehen. Zentraler therapeutischer Gedanke ist, die Kinder und Jugendlichen möglichst weitgehend an ihrem Behandlungsprozess teilhaben zu lassen. Die architektonische Grundlage hierfür bildet die Auflösung der klassischen Stationszimmer“, erklärte Schulte-Markwort.

Der Neubau in der Axtstraße auf dem jetzigen Klinikgelände wird durch einen U-förmigen Baukörper geprägt, der Schutz und Offenheit zugleich ermöglicht. Offene Teamstrukturen und Begegnungsräume statt klassischer Stationszimmer sowie flexibel nutzbare Therapiebereiche sollen die bauliche Grundlage für eine neue therapeutische Kultur schaffen.

100 Behandlungsplätze, mehr als 230 Mitarbeitende

Mit rund 15.100 Quadratmetern Gesamtfläche (davon 8.500 Quadratmeter Innenfläche) entsteht dem Klinikbetreiber zufolge eine der modernsten kinder- und jugendpsychiatrischen Einrichtungen Deutschlands. Geplant sind:

* 63 stationäre Betten

* 29 Tagesklinikplätze

* 28 Tagesklinikplätze für Familien und junge Erwachsene

* mehr als 230 Mitarbeitende

* Fertigstellung: erstes Quartal 2027

„Dieser Neubau ist ein Bekenntnis zur langfristigen Versorgungssicherheit und zur Attraktivität des Standorts Bochum“, erklärte Utler. „Wir investieren in Strukturen, die sowohl Patientinnen und Patienten als auch Mitarbeitenden gerecht werden – medizinisch, menschlich und wirtschaftlich.“