Spitzenforschung für tiergerechtes, automatisiertes Herdenmanagement29. Mai 2025 Symbolbild Foto: © Grombacher Der Startschuss für das Exzellenzprojekt „AutoPasture“ fällt 2. Juni. Verbundpartner bringen dabei Wissenschaft direkt auf die Weide und wollen mithilfe von Sensorik, Kameratechnik, KI und Robotik Mensch, Natur und Tier entlasten. Am 2. Juni startet das Exzellenzprojekt „AutoPasture – Digitale Anwendungen für ein autonomes Herden- und Weidemanagement von Rindern“ mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung im Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf. Projektpartner sind neben dem FBN, die Hochschule Neubrandenburg, die Universität Rostock, der Forschungsverbund M-V gGmbH sowie die Fraunhofer-Institute IGD und IGP als assoziierte Partner. Die Hochschule Stralsund ist federführend im Projekt, die Koordination obliegt Prof. Dr.-Ing. Mark Vehse. „In diesem Projekt verzahnen sich die verschiedenen Kompetenzen unserer Partner, um die Weidehaltung von Rindern durch den Einsatz digitaler Technologien tiergerechter, effizienter und nachhaltiger zu gestalten“, erklärt Prof. Vehse. AutoPasture soll damit einen Mehrwert für die Tiere, die Natur und auch die Landwirte, die häufig Zeit- und Personalprobleme haben, darstellen. Es wird um Fragen gehen, wie strategische Beweidung dabei helfen kann, möglichst lang Futter zu sichern, Biodiversität zu fördern und unerwünschte Pflanzenarten zu kontrollieren; aber auch wie Tiere glücklicher und gesünder zusammenleben und effizient vor Prädatoren geschützt werden können. Computergestützte Szenarien für die Zukunft Dazu werden verschiedenste Technologien installiert und vor allem Daten gesammelt, um digitale Zwillinge der Weiden und Herden zu erschaffen. Computergestützt sollen mit vielen Daten dann Szenarien für die Rinder und Grünflächen durchgespielt und Prognosen für die zu erwartenden Reaktionen erstellt werden. Die Reallabore also die drei Testflächen sollen anvisiert eine Milchviehhaltung, eine Mutterkuhhaltung sowie die Haltung von Wasserbüffeln in Mecklenburg-Vorpommern sein. Das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) bringt seine ausgewiesene Expertise in der Verhaltensforschung und digitalen Tierüberwachung ein. Mithilfe intelligenter Systeme soll das Verhalten von Rindern kontinuierlich erfasst und analysiert werden, um Stressreaktionen frühzeitig zu erkennen und Tierwohlindikatoren automatisiert zu bewerten. „Unsere langjährige Forschung zur Verhaltensbiologie landwirtschaftlicher Nutztiere macht das FBN zu einem starken Partner im Projekt AutoPasture. Durch Methoden der digitalen Verhaltensüberwachung wollen wir frühzeitig Stressreaktionen erkennen und objektive Tierwohlindikatoren entwickeln – ein entscheidender Beitrag für eine tiergerechte, datenbasierte Weidewirtschaft“, sagt Dr. Jan Langbein, von der Arbeitsgruppe „Verhalten und Tierwohl“ am FBN. Das interdisziplinäre Forschungsvorhaben wird im Rahmen des Landesexzellenzprogramms „Anwendungsorientierte Exzellenzforschung“ mit rund fünf Millionen Euro über vier Jahre vom Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert.
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