Sport hilft vor und nach dem Schlaganfall

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Wissenschaftlerinnen der Universität Göttingen haben erstmals einen direkten Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und einer erhöhten Wandlungsfähigkeit des Gehirns nach einem Schlaganfall nachgewiesen.
Zuvor hatten die Forscherinnen bereits gezeigt, dass Mäuse, die in einer abwechslungsreichen Umgebung mit freiem Zugang zu Laufrädern und erhöhten kognitiven und sozialen Anregungen aufwachsen, bis ins höhere Lebensalter ein jugendlicheres Gehirn behalten. In der neuen Studie testeten sie nun, ob körperliche Aktivität allein auch einen positiven Einfluss auf die Plastizität des Gehirns hat, und dies nicht nur im alternden Gehirn, sondern auch nach einem Schlaganfall.

„Wir konnten beobachten, dass die Mäuse mit Zugang zum Laufrad nicht nur ein jugendlicheres Gehirn bis ins hohe Alter besaßen, sondern auch vor den negativen Auswirkungen eines Schlaganfalls besser geschützt waren”, erklärte Dr. Evgenia Kalogeraki. Dr. Justyna Pielecka-Fortuna ergänzte: „Selbst Mäuse ohne vorherige Laufraderfahrung zeigten eine verbesserte Erholung – auch wenn sie erst nach dem Schlaganfall mit dem Laufradlaufen begannen.”

Daraus folgern die Forscherinnen, dass körperliche Aktivität sowohl vorbeugend wirkt als auch therapeutisch nach einem Schlaganfall eingesetzt werden kann. Sie hoffen nun, auf Basis dieser Befunde effektive Strategien zur Prävention und Rehabilitation nach Schlaganfall aufbauen zu können.

Autoren: Kalogeraki E. et al.
Studie: Physical Exercise Preserves Adult Visual Plasticity in Mice and Restores it after a Stroke in the Somatosensory Cortex
Quelle: Front Aging Neurosci, 21. September 2016
Web: doi: 10.3389/fnagi.2016.00212.