Stereotaktische Körperbestrahlung beim primären Nierenzellkarzinom16. April 2024 Die stereotaktische Körperbestrahlung ist beim primären Nierenzellkarzinom gemäß einem Review eine sichere und wirksame Standardbehandlungsoption. Symbolbild: Dr_Microbe – stock.adobe.com Wie sicher und wirksam ist die stereotaktische Körperbestrahlung (SBRT) beim primärem Nierenzellkarzinom als Alternative zur Operation? Dieser Frage gingen Wissenschaftler um Prof. Shankar Siva vom Peter MacCallum Cancer Centre in Melbourne, Australien, in einem systematischen Review nach. Im Anschluss erstellten sie im Auftrag der International Stereotactic Radiosurgery Society eine Praxisleitlinie. Ihre Ergebnisse sprechen für die SBRT als sichere und wirksame Standardbehandlungsoption. Um die Best Practice weiter zu definieren, seien randomisierte Studien mit chirurgischen Eingriffen und invasiven ablativen Therapien erforderlich, ergänzen die Autoren. Für seinen Review screente das Team 3972 Publikationen und bezog 36 Studien (822 Patienten) in die Analyse ein. Die mediane Rate an lokaler Kontrolle beziffern die Autoren auf 94,1% (Spanne 70,0–100), das progressionsfreie 5-Jahres-Überleben auf 80,5% (95%-KI 72–92) und das 5-Jahres-Gesamtüberleben auf 77,2% (95%-KI 65–89). Diese Praxisleitlinie adressierte 4 zentrale klinische Fragen: Erstens betrug die optimale Dosisfraktionierung 25–26 Gy in einer Fraktion oder 42–48 Gy in 3 Fraktionen bei größeren Tumoren. Zweitens wird eine routinemäßige Biopsie nach der Behandlung nicht empfohlen, da sie keinen Rückschluss auf das Therapieergebnis des Patienten gibt. Drittens ist die SBRT beim primären Nierenzellkarzinom in einer einzelnen Niere sicher und wirksam. Abschließend werden Leitlinien für die Nachsorge nach der Behandlung beschrieben, zu denen eine Bildgebung des Abdomens im Querschnitt inkl. beider Nieren und Nebennieren sowie eine Überwachung des Brustkorbs initial alle 6 Monate gehören. (sf)
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