Studie belegt Einfluss von Insomnie und Depression auf die Asthmakontrolle13. Mai 2024 Foto: © Richard Villalon/stock.adobe.com Leiden Asthmatiker parallel auch an einer affektiven Störung oder an Schlafproblemen, kann dies die Kontrolle der Atemwegserkrankung negativ beeinflussen. Das berichten Forschenden aus den USA. Laut den Studienautoren zeigen ihre Forschungsdaten, dass eine erhebliche Wechselwirkung zwischen Schlaflosigkeit, Depression und Obstruktiver Schlafapnoe (OSA) bei Personen besteht, die an Asthma leiden. „Asthmakontrolle, Schlafqualität und emotionale Gesundheit sind entscheidende Faktoren für die allgemeine Lebensqualität eines Menschen, und unsere Studie legt einen starken Zusammenhang zwischen allen drei Bereichen nahe“, erklärt Prof. Michael Wechsler, Pneumologe und Leiter des Cohen Family Asthma Institute bei National Jewish Health (USA). Der Seniorautor der Arbeit ergänzt: „Personen mit Asthma sollten regelmäßig auf ihre Schlafqualität sowie auf gleichzeitig bestehende Stimmungsstörungen untersucht werden.“ Für ihre Veröffentlichung führte die Arbeitsgruppe eine retrospektive Analyse der Krankenakten von 659 Erwachsenen durch, die an einer Langzeitstudie teilnahmen. Asthmapatienten wurden auf der Grundlage des gleichzeitigen Vorliegens einer OSA, einer affektiven Störung, der Häufigkeit von Asthmaexazerbationen und der Ergebnisse beim Asthma Control Test (ACT) in Gruppen aufgeteilt. bewertet. Die Forschenden beobachteten eine signifikante Zunahme von affektiven Störungen bei Asthmatikern mit Schlaflosigkeit im Vergleich zu jenen, die nicht unter Schlafstörungen litten. Eine geringe Schlafqualität wird oft mit Asthma in Verbindung gebracht, insbesondere bei Menschen, deren Asthma insgesamt schlecht kontrolliert ist. Schlafprobleme gehen auch häufig mit Depressionen einher. In älteren Studien ist der Zusammenhang zwischen Schlafproblemen und der Asthmakontrolle untersucht worden, jedoch ist die Wechselwirkung zwischen diesen Erkrankungen und affektiven Störungen bislang nur wenig erforscht. Bei der Durchsicht der Daten stellten die Wissenschaftler fest, dass bei Patienten mit Schlaflosigkeit im Vergleich zu solchen ohne derartige Probleme die gleichzeitige Diagnose einer OSA und einer Depression oder Angststörung wahrscheinlicher war. Bei Patienten mit Schlaflosigkeit kam es im Durchschnitt häufiger in einem Jahr zu Asthmaexazerbationen als bei Patienten, die gut schliefen. „Für uns als Ärzte ist es wichtig, Asthmakomorbiditäten wie Schlaf- und affektive Störungen auf ähnliche Weise zu behandeln wie andere Erkrankungen, die sich auf die Asthmatherapie auswirken, wie Reflux, Nebenhöhlenentzündung und Stimmbanddysfunktion“, erklärt Wechsler. Um die Mechanismen hinter den Wechselwirkungen zwischen Asthma, Schlaf und Depression besser zu verstehen, müsse weiter geforscht werden. Ein besseres Verständnis der Zusammenhänge könne zu Leitlinien für die Untersuchung und Behandlung von Schlaf- und psychischen Störungen bei Asthmatikern führen.
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