Studie untersucht Psoriasis-Risiko im jungen Erwachsenenalter durch frühe Infektionen

krankes Kind
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Eine schwedische Kohortenstudie zeigt, dass frühe Infektionen die Immunreifung beeinflussen und mit einem erhöhten Risiko für Psoriasis im jungen Erwachsenenalter assoziiert sein könnten.

Bei genetisch prädisponierten Personen können verschiedene Umweltfaktoren zur Entstehung einer Psoriasis vulgaris beitragen. Eine im „British Journal of Dermatology“ veröffentlichte Arbeit liefert nun Hinweise darauf, dass frühe Infektionen die Reifung des adaptiven Immunsystems in einer besonders sensiblen Entwicklungsphase beeinflussen können. Diese potenzielle Fehlsteuerung des Immunsystems könnte sich erst Jahre später in Form einer erhöhten Psoriasis-Inzidenz im jungen Erwachsenenalter bemerkbar machen.

Mithilfe von Register- und Kohortendatenquellen hat die Arbeitsgruppe Informationen zu mehr als 16.000 Kindern gesammelt. Informationen zur Psoriasis wurden aus dem Schwedischen Nationalen Patientenregister erhoben, während Daten zur Medikation aus dem Nationalen Register für verordnete Arzneimittel gewonnen wurden.

Erhöhtes Risiko nach Influenza und Tonsillitis

Die logistische Regressionsanalyse der 1‑Jahres-Follow-up-Daten ergab, dass Influenza mit einem erhöhten Risiko für die spätere Entwicklung einer Psoriasis vulgaris assoziiert war (Odds Ratio [OR] 2,47; 95%-Konfidenzintervall [KI] 1,32–4,39; p=0,006). Die 3‑Jahres-Daten zeigten ein ähnliches Bild: Teilnehmende mit mindestens einer Episode von Tonsillitis zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr hatten ein nahezu dreifach erhöhtes Risiko, bis ins frühe Erwachsenenalter eine Psoriasis zu entwickeln, verglichen mit Kontrollen (OR 2,90; 95%-KI 1,46–5,56; p=0,003).

Demgegenüber war bei der 8‑Jahres-Erhebung Psoriasis seltener bei Kindern, die zwischen dem sechsten und achten Lebensjahr Episoden von Gastroenteritis erlebt hatten, verglichen mit Kontrollpersonen (OR 0,42; 95%-KI 0,20–0,92; p=0,003). (ins)