Studie weist höhere CDI-Inzidenz bei entzündlichen Darmerkrankungen nach5. Dezember 2017 Clostridium difficile (Abb.: © Kateryna_Kon/Fotolia) Eine kanadische Arbeitsgruppe berichtet, dass sie einzigartige Risikofaktoren für Infektionen mit Clostridium difficile (CDI) bei Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) identifiziert hat. Anders als in bisherigen Studien zu CDI bei IBD, für die monozentrische Daten herangezogen wurden oder denen CDI-Codes aus Verwaltungsdatenbanken zugrunde lagen, verwendeten die Autoren der aktuellen Untersuchung Informationen aus einer bevölkerungsbasierten Kohorte von IBD-Patienten mit labortechnisch bestätigter CDI-Diagnose. Die Wissenschaftler durchsuchten die IBD Epidemiology Database der University of Manitoba sowie die Manitoba-Health-Datenbank zu CDI, um entsprechende Patienten im Zeitraum 2005–2014 zu identifizieren. Zeitliche Tendenzen wurden anhand einer Joinpoint-Regression ermittelt und multivariable Cox-Regressionen eingesetzt, um die Unterschiede in den CDI-Inzidenzraten und der Mortalität nach CDI zwischen Patienten mit und ohne IBD zu untersuchen. Die Analyse ergab, dass IBD-Patienten ein 4,8-mal höheres CDI-Risiko besaßen als Personen ohne IBD. Dabei wurden keine Unterschiede zwischen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn gefunden. In keiner der Patientengruppen wurde während des Studienzeitraumes ein Anstieg der CDI-Inzidenz beobachtet. Bei IBD-Patienten stellten die Einnahme von Corticosteroiden, Infliximab oder Adalimumab sowie Metronidazol neben Krankenhauseinweisungen, mehr Notfall-Versorgungen, eine kürzeren IBD-Dauer und mehr Komorbiditäten Faktoren für ein erhöhtes CDI-Risiko dar. Obwohl eine CDI sowohl bei Patienten mit als auch ohne IBD die Mortalität erhöhte, war diese nach einer CDI bei IBD-Patienten niedriger als bei Patienten ohne IBD (Hazard Ratio 0,65; 95 %-Konfidenzintervall 0,44–0,96).
Mehr erfahren zu: "Land unterstützt UKSH und übernimmt Schulden" Land unterstützt UKSH und übernimmt Schulden Fraktionen und Regierung stehen in Schleswig-Holstein geschlossen hinter dem Universitätsklinikum: Viel Geld fließt in Forschung, Versorgung und Modernisierung. Doch die Entscheidung bringt auch neue Schulden für das Land.
Mehr erfahren zu: "15-Punkte-Plan aus NRW, um Patienten gezielter zum Arzt zu lotsen" 15-Punkte-Plan aus NRW, um Patienten gezielter zum Arzt zu lotsen Wochenlang auf einen Termin warten? Ein 15-Punkte-Plan aus Nordrhein-Westfalen (NRW) soll das ändern: Mit digitaler Ersteinschätzung und weniger Papierkram soll Patientensteuerung effizienter werden. Entschieden wird darüber aber im Bund.
Mehr erfahren zu: "US-Studie zur Telemedizin: Einsatz kann zu erheblichen Ersparnissen in der Versorgung führen" US-Studie zur Telemedizin: Einsatz kann zu erheblichen Ersparnissen in der Versorgung führen Bei den häufigsten Erkrankungen, bei denen der Einsatz von Telemedizin möglich ist, verursachen Fernkonsultationen nur ein Fünftel der Gesamtkosten, die bei einem Besuch in der Praxis entstehen. Zu dieser Erkenntnis […]