Studie zum Raumklima: Schimmelpilze und Hefen erhöhen das Asthmarisiko nicht 7. September 2023 Foto: © Goffkein/stock.adobe.com Schimmel- und Hefepilze in Innenräumen stehen offenbar nicht mit einem erhöhten Asthmarisiko bei Kindern in Zusammenhang. Zu diesem Ergebnis sind Forschende vom Finnischen Institut für Gesundheit und Soziales (THL) in einer neuen Studie gekommen, für die sie Mikrobiota in etwa 380 finnischen Haushalten analysierten. Aus derselben Geburtskohorte, auf die die Autoren dieser aktuellen Untersuchung zurückgriffen, wurde zuvor berichtet, dass höhere Konzentrationen spezifischer Bakterien, die höchstwahrscheinlich aus dem Freien stammen, das Asthmarisiko von Kindern verringern können. Diese Studie hatte auch ergeben, dass das Vorhandensein von Mikrobiota wie auf einem Bauernhof Kinder selbst in einem städtischen Wohnumfeld vor Asthma schützte. Basierend auf den neuen Erkenntnissen scheint es, dass Bakterien im Lebensumfeld eine größere Rolle beim Schutz vor Asthma spielen als Pilze. Überall im Wohnumfeld gibt es Schimmelpilze und Hefen – sie sind laut den Forschenden ein natürlicher Bestandteil der Mikrobiota eines normalen Zuhauses. In der Studie standen die Anzahl und Diversität der Pilzarten oder die jeweilige Konzentration dieser in den Proben nicht in Zusammenhang mit dem Risiko, an Asthma zu erkranken. „Die 13 Pilzgattungen, die mit Asthma assoziiert waren, standen eher in einem umgekehrten Zusammenhang mit Asthma denn als Risikofaktoren. Bevor wir mit dieser Studie starteten, gingen wir davon aus, dass wir Verbindungen zu beiden Arten von Pilzen finden würden: zu denen, die vor der Entwicklung von Asthma schützen, und zu denen, die das Asthmarisiko erhöhen“, sagt Anne Karvonen, Forschungsleiterin am THL „Unsere Ergebnisse ermöglichen ein besseres Verständnis von Pilzen in Innenräumen.“ „Schimmelpilze und Hefen in Innenräumen werden häufig mit Feuchtigkeitsschäden an Gebäuden und den damit verbundenen Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht. Künftiges Ziel ist es, zu untersuchen, ob die Pilze, die mit solchen Feuchtigkeitsschäden in Wohnungen in assoziiert sind, den Zusammenhang zwischen Feuchtigkeitsschäden und Asthma erklären können“, sagt Martin Täubel, ebenfalls Forschungsleiter am THL. „Laut den vorläufigen Ergebnissen dieser Studie scheint dies nicht der Fall zu sein. In zukünftigen Analysen werden wir die Expositionsbewertung verbessern, indem wir die Bedeutung lebender und toter mikrobieller Zellen getrennt voneinander untersuchen.“
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