Test auf SARS-CoV-2: Oropharynx-Abstrich mit bestem Ergebnis12. Dezember 2023 © Prostock-studio – stock.adobe.com (Symbolbild) Was führt im Hinblick auf eine SARS-CoV-2-Infektion zur höchsten Detektionsrate bei molekularen Tests – Nasopharynx- (NPS) oder Oropharynx-Abstriche (OPS) oder Speichelproben? Eine randomisierte klinische Studie mit 23.102 Erwachsenen, durchgeführt in 2 ambulanten COVID-19-Testzentren, ist zugunsten von OPS ausgefallen. Der Analyse zufolge waren OPS mit einer höheren SARS-CoV-2-Detektionsrate und weniger Beschwerden seitens der Getesteten assoziiert als NPS. Mit Speichelproben ließ sich SARS-CoV-2 am schlechtesten nachweisen. Sie bildeten aber die kostengünstigste Strategie für Massentests, wie die Autoren betonen. Die SARS-CoV-2-Erkennungsrate war bei Verwendung von OPS mit 78,7% (95%-KI 74,3–82,7) höher als bei NPS mit 72,7% (95%-KI 67,9–77,1; p=0,049) und im Vergleich zu Speichelproben mit 61,9% (95%-KI 56,9–66,8; p<0,001). Bei der Entnahme von NPS empfanden die Getesteten am meisten Unbehagen (Discomfort-Score: 5,76 [SD 2,52]), gefolgt von OPS mit einem Score von 3,16 (SD 3,16) und Speichelproben mit 1,03 (SD 18,8; p<0,001). Fazit OPS waren bei SARS-CoV-2-Tests mit einem höheren SARS-CoV-2-Nachweis und einer geringeren testbedingten Unannehmlichkeit verbunden als NPS. Speichelproben wiesen den geringsten SARS-CoV-2-Nachweis auf, waren aber die kostengünstigste Strategie für Massentests. (ac) Autoren: Todsen T et al. Korrespondenz: Tobias Todsen; [email protected] Studie: Higher SARS-CoV-2 detection of oropharyngeal compared with nasopharyngeal or saliva specimen for molecular testing: a multicentre randomised comparative accuracy study Quelle: Thorax 2023;78(10):1028-1034. Web: https://doi.org/10.1136/thorax-2022-219599
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