Tipps fürs Tier: Gefahr durch Zecken bei Tieren15. April 2026 Zecken sind nicht allzu wählerisch: Sowohl Menschen als auch Hunde passen in ihr Beuteschema. (Symbolbild) Foto: © Chalabala – stock.adobe.com Zecken sind nicht nur lästige Parasiten, sondern können auch gefährliche Krankheiten übertragen. Was zusätzlich zu einer guten Zeckenprophylaxe noch von Bedeutung ist, darüber informiert die Vetmeduni in Wien, Österreich. Wer mit seinem Vierbeiner in der Natur spazieren geht, sollte deshalb ein wachsames Auge haben und über den Einsatz von Zeckenschutzmitteln und Erste-Hilfe-Maßnahmen im Fall der Fälle Bescheid wissen. Die Tipps der Vetmeduni helfen dabei, sich und seinen Hund zu schützen. Hier einige Fakten zu Zecken Zecken fallen nicht von Bäumen, sondern sitzen meist auf der Spitze von hohem Gras oder Strauchwerk bis 1,5 Meter Höhe. Sie suchen ab einer Außentemperatur von 5°C bis 7°C nach einem Wirt, fühlen sich aber erst ab einer Temperatur von 15°C bis 20°C und bei feuchtem Wetter richtig wohl. Die Spinnentiere sondern Sekrete zur Hemmung von Blutgerinnung und Schmerzen an der Einstichstelle ab – so können sie einige Tage ungestört Blut saugen. Die häufigste Zeckenart in Österreich und Deutschland ist der „Gemeine Holzbock“ (Ixodes ricinus), gefolgt von der Buntzecke (Dermacentor reticulatus), auch als Wiesen- oder Auwaldzecke bekannt. Sie ist vor allem im Frühjahr und im Herbst sowie an milden Wintertagen aktiv. Die Reliktzecke ist während der Sommermonate am aktivsten. Wenn eine Zecke bis zu fünfmal so groß wie der in Österreich übliche „Gemeine Holzbock“ ist und ihre Beine eine weiß-gestreifte Färbung aufweisen, könnte es sich um die Art Hyalomma marginatum (Tropische Riesenzecke) handeln. Bei Verdacht, diese Zeckenart entdeckt zu haben oder als Mensch von ihr gestochen worden zu sein, muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden, da sie das lebensgefährliche Krim-Kongo-Fieber-Virus übertragen kann. Krankheitsgefahr Krankheiten, die von Zecken übertragen werden können: Z. B. Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Borreliose, Babesiose, Ehrlichiose oder Rickettsiose. Zeckengebiete Fast überall, wo Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern spazieren gehen, sind die lästigen Blutsauger zu Hause. Neben Wiesen, Wäldern, Ufern von Badeseen und Flüssen zählen auch Stadtparks und Wegränder zu ihren bevorzugten Habitaten. Milde Winter und klimatische Veränderungen lassen Zecken auch in Höhenlagen vordringen. Schutz Nach jedem Spaziergang sollten Tiere nach Zecken abgesucht werden – diese setzen sich oft im Brust-, Ohren- und Kopfbereich fest. Für Hunde und Katzen gibt es spezielle Halsbänder und Spot-Ons zur äußerlichen Anwendung. Igel, Mäuse oder Marder können Zecken in den Hausgarten bringen. Mit gut gemeintem Futtereintrag aus dem Garten (z.B. Gras, Löwenzahn) können Zecken so ins Haus gelangen. Zecken richtig entfernen Zecken lassen sich am besten mit einer Pinzette oder Zeckenzange entfernen. Dazu ist eine leichte Drehbewegung notwendig. Die Zecke so nah wie möglich an der Haut erfassen. Darauf achten, das kleine Tier beim Herausdrehen nicht zu zerquetschen! Danach kann die Zecke auf einem Klebestreifen fixiert werden. Die Zecke im Hausmüll entsorgen. Keine Zusatzmittel wie Alkohol, Öl oder Nagellackentferner verwenden.
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