Blauzungenkrankheit: Ganz Hessen jetzt Sperrzone3. Juni 2026 (Symbolbild) Foto: © littlewolf1989 – stock.adobe.com Nach einem neuen Fall der Blauzungenkrankheit ist jetzt ganz Hessen Sperrzone. Damit gelten strenge Regeln für den Transport von Tierarten, die für die Viruserkrankung empfänglich sind. Nach dem Nachweis der Blauzungenkrankheit in einer Rinderhaltung im Landkreis Fulda gilt nach Angaben des Landkreises Kassel nun ganz Hessen als Sperrzone. Vorangegangen waren Ausbrüche der Tierseuche im Saarland und in der Eifel sowie im Februar dieses Jahres im südhessischen Kreis Bergstraße. Die bereits bestehende Sperrzone mit Handelsrestriktionen habe nach dem Nachweis im Kreis Fulda angepasst werden müssen: Nun ist auch der bisher noch nicht komplett betroffene Landkreis Kassel insgesamt erfasst. Nach Vorgaben der EU müssen um betroffene Tierhaltungen herum Sperrzonen mit einem Radius von 150 Kilometern ausgewiesen werden. Für das Verbringen von Tieren empfänglicher Arten aus der Sperrzone heraus gelten strenge EU-Vorgaben. Dagegen bestehen innerhalb der Sperrzone keine Handelsbeschränkungen. Derzeit gelten die Regelungen den Angaben zufolge ausschließlich für die Blauzungenkrankheit BTV-8. In Bezug auf die Variante BTV-3 bestünden innerhalb Deutschlands keine Beschränkungen für die Verbringung. Stechmücken als Überträger Das Blauzungenvirus wird durch kleine blutsaugende Stechmücken (Gnitzen) übertragen und befällt Wiederkäuer. Rinder, Schafe und Ziegen können infiziert werden, aber auch etwa Lamas und Alpakas. Für Menschen ist das Virus ungefährlich. Wiederkäuer hingegen, die sich mit dem Virus infizieren, leiden schwer. Symptome wie hohes Fieber, Apathie und Fressunlust aufgrund Schwellung und Entzündungen an der Zunge sowie Lahmheit bis hin zu Missbildungen oder Aborten beim Nachwuchs sollten umgehend von einem Tierarzt abgeklärt und behandelt werden. Das Virusgeschehen könne auch zu Todesfällen führen, erklärte der Landkreis. Eine Impfung gegen das Virus sei möglich und könne die klinischen Symptome deutlich abschwächen und Todesfälle verhindern. Daher rate der Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz allen Tierhaltern dringend, empfängliche Arten impfen zu lassen.
Mehr erfahren zu: "Nachtigall, ick hör’ Dir trapsen: Hunde registrieren Regelbrüche" Nachtigall, ick hör’ Dir trapsen: Hunde registrieren Regelbrüche Eine aktuelle Studie des Messerli Forschungsinstituts für Mensch-Tier-Beziehung der Veterinärmedizinischen Universität Wien untersuchte, ob und wie Hunde darauf reagieren, wenn Menschen soziale Regeln brechen. Zur Beantwortung dieser Frage testeten die […]
Mehr erfahren zu: "Gut vorbereitet mit dem Hund in den Urlaub" Gut vorbereitet mit dem Hund in den Urlaub Für viele Tierhalter ist der Hund fester Bestandteil der Familie – und damit auch ein treuer Begleiter im Urlaub. Ob innerhalb Deutschlands oder im Ausland: Die gemeinsame Reise will gut […]
Mehr erfahren zu: "Tierärztestatistik 2025: Mehr Tierärzte – aber weniger Selbstständige" Tierärztestatistik 2025: Mehr Tierärzte – aber weniger Selbstständige Die Bundestierärztekammer (BTK) sieht trotz steigender Zahlen an Tierärzten strukturelle Warnsignale für die tierärztliche Versorgung. Es bedarf moderner Konzepte, um zukünftig drohenden Versorgungslücken effektiv vorzubeugen, so die BTK in einer […]