Gut vorbereitet mit dem Hund in den Urlaub2. Juni 2026 Mit guter Planung kann auch der Hund die Reise unbeschwert genießen. Foto: © Andrea Klostermann / BfT Für viele Tierhalter ist der Hund fester Bestandteil der Familie – und damit auch ein treuer Begleiter im Urlaub. Ob innerhalb Deutschlands oder im Ausland: Die gemeinsame Reise will gut vorbereitet sein, wie der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) rät. Mit der richtigen Planung lässt sich dafür sorgen, dass Mensch und Tier die Urlaubszeit entspannt und sicher genießen können. Für Reisen innerhalb der EU ist ein gültiger EU-Heimtierausweis Pflicht. Dieser dokumentiert unter anderem den aktuellen Impfstatus. Ebenso vorgeschrieben ist die eindeutige Kennzeichnung des Hundes mittels Mikrochips. Ohne diese Voraussetzungen kann es bei Grenzübertritten zu Problemen kommen. Nicht verpflichtend vorgeschrieben, aber unbedingt zu empfehlen, ist der Eintrag von Chip- und Halterdaten in den einschlägigen Tierregistern. Impfschutz rechtzeitig prüfen Ein vollständiger Impfschutz gegen Tollwut ist Voraussetzung für die Einreise in viele Länder. Die vorgegebenen zeitlichen Fristen sind zu beachten, für einige Länder muss der Tollwutimpfschutz auch serologisch nachgewiesen werden. Ein guter Impfschutz gegen die wichtigsten auch hier bedeutenden Krankheiten ist unbedingt empfehlenswert. Gegebenenfalls empfiehlt sich bei Reisen in südliche Länder auch die Impfung gegen die Leishmaniose. Da es einige Zeit dauert, bis nach einer Impfung der vollständige Impfschutz ausgebildet ist, sollte der Impfstatus frühzeitig durch die Tierärztin oder den Tierarzt überprüft werden. Für einige Länder wie UK, Irland, Malta, Finnland oder Norwegen ist auch eine vom Tierarzt dokumentierte Behandlung gegen den Fuchsbandwurm Vorschrift. Parasitenprophylaxe nicht vergessen Je nach Reiseziel besteht ein erhöhtes Risiko für Ektoparasiten wie Zecken, Flöhe oder Mücken. Diese können verschiedene Krankheitserreger übertragen, darunter beispielsweise Leishmanien oder Babesien. Auch Endoparasiten wie Würmer – einschließlich Herzwürmer – sind insbesondere in südlichen Regionen von Bedeutung. Um den Hund bestmöglich zu schützen, sollte eine geeignete Parasitenprophylaxe vor der Reise gemeinsam mit dem Tierarzt abgestimmt werden. Transport und Versorgung unterwegs Während der Reise muss der Hund sicher untergebracht sein, beispielsweise in einer Transportbox oder durch andere geeignete Sicherungssysteme im Fahrzeug. Regelmäßige Pausen, ausreichend Wasser und Schutz vor Hitze sind essenziell. Besonders im Sommer kann es schnell zu lebensbedrohlicher Überhitzung kommen. Daher darf der Hund auch bei kurzen Pausen niemals im Auto zurückgelassen werden. Gut informiert ins Reiseland Einige Länder haben spezifische Einreisebestimmungen oder Einschränkungen für bestimmte Hunderassen. Auch regionale Gesundheitsrisiken und tierärztliche Versorgungsmöglichkeiten vor Ort sollten vorab recherchiert werden. Es empfiehlt sich, bereits vor der Abreise eine Tierarztpraxis am Urlaubsort zu identifizieren. Zudem sollten auch die Rückreisebestimmungen aus Drittländern beachtet werden, um Probleme bei der Wiedereinreise zu vermeiden. Reiseapotheke für den Hund Eine gut ausgestattete Reiseapotheke kann im Notfall hilfreich sein. Dazu gehören z.B. Mittel gegen Übelkeit und Durchfall, Verbandsmaterial für kleinere Verletzungen sowie Augenpflegeprodukte, beispielsweise bei Reizungen durch Sand oder Staub. Bei bekannten Allergien und chronischen Erkrankungen sollten entsprechende Medikamente ebenfalls mitgeführt werden. Mit der richtigen Vorbereitung steht einem sicheren und entspannten Urlaub mit Hund nichts im Wege. Tierhalter sollten sich frühzeitig informieren und bei Fragen den Rat in Ihrer Tierarztpraxis einholen.
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