Titus Brinker als KI-Newcomer in der Kategorie „Lebenswissenschaften“ ausgezeichnet9. Dezember 2019 Foto: Dr. med. Titus Brinker © NCT Heidelberg / Jutta Jung Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) hat im „Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz“, einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), zehn junge herausragende Wissenschaftler gekürt. Titus Brinker, Arzt und Forscher am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg, Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) nahm am 5. Dezember in Berlin den Preis in der Kategorie „Lebenswissenschaften“ entgegen. Brinker engagiert sich insbesondere für KI-gestützte Hautkrebsdiagnostik. Das NCT Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) und der Deutschen Krebshilfe (DKH).Mit dem Projekt „#KI50: Künstliche Intelligenz (KI) in Deutschland – gestern, heute, morgen“ will die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) den Blick auf junge engagierte KI-Forscher aller Disziplinen lenken. Dafür zeichnete die Gesellschaft im „Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz” des BMBF, zehn herausragende KI-Newcomer unter 30 Jahren in den Kategorien Informatik, Naturwissenschaften, Technik- und Ingenieurwissenschaften, Lebenswissenschaften und Geistes- und Sozialwissenschaften aus. Beim KI-Camp in Berlin wurde Titus Brinker, Arzt und Wissenschaftler am NCT Heidelberg, DKFZ und UKHD die Auszeichnung KI-Newcomer in der Kategorie „Lebenswissenschaften“ verliehen.Die KI-Newcomer wurden in einem offenen Online-Abstimmungsprozess ausgewählt, bei dem mehr als 11.000 Stimmen abgegeben wurden. Zuvor gelangten 30 junge Forscher bereits aus über 100 Bewerbern in die engere Vorauswahl. Anschließend konnten die Öffentlichkeit sowie Mitglieder unterschiedlicher Forschungsgemeinschaften ihre Favoriten online wählen.„Bei der KI-gestützten Hautkrebserkennung und im Bereich der individuellen Vorhersage des Tumorverhaltens hat Brinker über sein großes Netzwerk bereits sehr früh innovative Studien planen und umsetzen können”, sagt Stefan Fröhling, Leiter der Abteilung „Translationale Medizinische Onkologie“ am DKFZ und kommissarischer Geschäftsführender Direktor am NCT Heidelberg.Titus Brinker arbeitet als Leiter der App-Entwicklung, als Gründer des Skin-Classification-Projektes am DKFZ und NCT sowie als Assistenzarzt an der Universitäts-Hautklinik Heidelberg. Er beschäftigt sich insbesondere mit KI-gestützter Hautkrebsdiagnostik. Sein Ziel ist es, KI zu nutzen, um Hautkrebs präziser und früher zu diagnostizieren. Dabei wird Brinker derzeit von einem Netzwerk aus über 150 Dermatologen an 14 Universitäts-Hautkliniken unterstützt. „Etwa die Hälfte der derzeit übersehenen Melanome könnten mit unseren derzeitigen Algorithmen entdeckt und etwa 100.000 unnötige Biopsien jährlich vermieden werden“, berichtet Brinker. Mit den Apps Sunface, Intimarzt und dem Online-Hautarzt-Dienst AppDoc konnte Brinker bereits hunderttausendfach genutzte Angebote zur Hautkrebsprävention schaffen.
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