Tollwut bei Fledermaus in Altenburg

(Symbolbild) Foto: © Maksym Rudik – stock.adobe.com

In Altenburg ist bei einer Fledermaus Tollwut entdeckt worden. Dies ist laut einer Sprecherin des Landkreises das erste Mal, dass ein solcher Fall im Altenburger Land registriert wurde. Für Menschen bestand demnach zu keiner Zeit eine Gefahr.

Gefunden worden sei die Breitflügelfledermaus im Stadtgebiet von Altenburg (Landkreis Altenburger Land). Der Fledermausschutz Ostthüringen habe das Tier in seine Obhut genommen und zum Veterinäramt gebracht. Dort sei es eingeschläfert worden. Im Anschluss bestätigte das Landesamt für Verbraucherschutz laut einer Mitteilung des Landratsamtes die Infektion mit dem Tollwut-Virus.

Vorsicht bei kranken und toten Tieren

Amtsveterinär Matthias Thurau weist laut Mitteilung darauf hin, dass „Tiere, die krank oder tot aufgefunden werden oder sich auffällig verhalten, niemals berührt werden sollten“. Ohne direkten Kontakt durch etwa Bissverletzungen oder Schleimhautkontakt zu Speichel sei das Risiko aber sehr gering, sich zu infizieren. Sollte es trotzdem dazu kommen, sollte der betroffene Mensch sofort zu einem Arzt gehen.

Fledermaustollwut ist nicht mit der klassischen terrestrischen Tollwut von landlebenden Säugetieren gleichzusetzen: Diese gilt in Deutschland schon seit 2008 offiziell als getilgt. Bei Fledermäusen werden hingegen weiterhin verschiedene der sogenannten Lyssaviren nachgewiesen.