Tollwut bei zwei Fledermäusen am Untermain nachgewiesen

(Symbolbild) Foto: Ivan Kuzmin – stock.adobe.com

Bei zwei Breitflügelfledermäusen am Untermain wurde Tollwut nachgewiesen. Was bedeutet der Fund für Haustiere und Spaziergänger? Experten geben Tipps, worauf jetzt zu achten ist.

Unweit der bayerisch-hessischen Landesgrenze sind zwei mit Tollwut infizierte Breitflügelfledermäuse gefunden worden.

Bei der Viruserkrankung handelt es sich um eine Zoonose, d. h. eine Übertragung vom Tier auf den Menschen ist möglich. Unbehandelt endet sie in aller Regel tödlich.

Bei den in Haibach (Landkreis Aschaffenburg) entdeckten Tieren sei das seltene Europäische Fledermaus Lyssavirus 1 nachgewiesen worden, teilte das Landratsamt Aschaffenburg mit. Es seien die ersten bekannten Befunde dieser Art im Landkreis und der zehnte beziehungsweise elfte Nachweis einer tollwutpositiven Fledermaus in Bayern.

Vor dem Anfassen Handschuhe anziehen

Das Landratsamt rät, Wildtiere nicht mit bloßen Händen anzufassen.

Auch der Kontakt der Tiere mit Haustieren sollte vermieden werden. Ein akuter Anlass zur Beunruhigung sei der Fund aber nicht.

Als tollwutverdächtig gilt eine Fledermaus nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, die sich anfassen lässt, ein auffälliges oder aggressives Verhalten zeigt oder tot gefunden wird.

Gültigkeit der Tollwutimpfung bei Haustieren überprüfen

Für Hund und Katze ist es in diesem Kontext, wie etwa bei Kontakt zu infizierten Fledermäusen, relevant, ob ein wirksamer Tollwutschutz durch eine Impfung besteht. Dieser ist auch im Hinblick auf die anstehende Urlaubs- und Reisezeit sicherzustellen, um keine unliebsame Überraschung an Grenzübergängen zu erleben.

Informationen des LGL

Tiergesundheit: Tollwut (Rabies, klassische Tollwut, terrestrische Tollwut)

Nationales Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut

WOAH, WHO, FAO und NRL für Tollwut | Friedrich-Loeffler-Institut