Transperineale und transrektale MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie gleichwertig bei Prostatakrebsdetektion14. Januar 2026 Symbolbild: luchschenF – stock.adobe.com Ein Vergleich der transperinealen mit der transrektalen MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie hat keinen Unterschied bei der Detektion von klinisch signifikantem Prostatakrebs (CS-PCa) ergeben. Wie Nicola Schieda von der Universität Ottawa (Kanada) und sein Team im „British Journal of Urology International“ berichten, ließ sich in einer randomisierten kontrollierten Studie zur Detektion von Prostatakrebs mittels transperinealer vs. transrektaler MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie (TP vs. TR) ließ sich kein statistisch signifikanter Anstieg der Detektionsrate von klinisch signifikantem PCa (CS-PCa) durch die TP-Biopsie im Vergleich zur TR-Biopsie nachweisen. Zudem traten keine Sepsis-Ereignisse auf, und die Biopsie wurde in beiden Patientengruppen gut vertragen. Die Mediziner nahmen in ihre Studie Männer mit auffälligem Prostata-MRT-Befund auf, die in eine Prostatabiopsie einwilligten. Die Patienten hatten eine oder mehrere Läsionen und einen Score nach Prostate Imaging Reporting and Data System (PI-RADS) von ≥3. Sie wurden per Zufall entweder einer TP- oder TR-Biopsie zugeteilt. Der primäre Endpunkt war die Detektion von CS-PCa, definiert als Gradgruppe ≥2 nach International Society of Urological Pathology. Die Subgruppenanalysen bezogen sich auf die Läsionslokalisation (posterior, anterior; Apex, Mitte, Basis) und den PI-RADS-Score. Sekundäre Endpunkte waren der Nachweis von Prostatakrebs jeglichen Grades, Infektionen und die Schmerzintensität der Patienten. Insgesamt wurden 233 Patienten randomisiert (119 Patienten mit 168 Läsionen in der TP-Gruppe und 114 Patienten mit 151 Läsionen in der TR-Gruppe). CS-PCa trat bei 61% (73/119; 95%-Konfidenzintervall [KI] 52–70) in der TP-Gruppe und bei 54% (62/114; 95 %-KI 45–64) in der TR-Gruppe auf (relatives Risiko [RR] 1,13; 95%-KI 0,93–1,38; p=0,23). Die adjustierten CS-PCa-Detektionsraten waren für TP bei anterioren Läsionen höher: 29% (95%-KI 15–49) vs. 16% (95%-KI 7–31) (RR 1,81; 95%-KI 1,05–3,12; p= 0,03). Gleiches gilt für Läsionen mit PI-RADS-Score 4: 51% (95%-KI 39–62) vs. 30% (95%-KI 19–43) (RR 1,77; 95%-KI 1,13–2,76; p=0,01). Keinen Unterschied gab es bei apikalen Läsionen (RR 0,91; 95%-KI 0,60–1,37; p=0,65). Der mediane Schmerzscore betrug 3 (Interquartile Range [IQR] 2–4) in der TP-Gruppe und 2 (IQR 1–5) in der TR-Gruppe (p=0,09). In keiner der beiden Gruppen traten Harnwegsinfektionen oder Urosepsis auf. Kein Patient schied aufgrund von Nebenwirkungen aus der Studie aus. (ms/BIERMANN)
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