Transplantation autologer hämatopoetischer Stammzellen beim Morbus Crohn20. März 2017 © DOC RABE Media – fotolia.com Laut einer spanischen Studie, die kürzlich in „Gut” publiziert wurde, ist eine Transplantation autologer hämatopoetischer Stammzellen (HSCT) bei Patienten mit behandlungsrefraktärem Morbus Crohn zwar machbar, doch müssen laut den Autoren „außerordentliche“ unterstützende Maßnahmen ergriffen werden. Die Wissenschaftler empfehlen daher, dass ein solches Verfahren nur an hochspezialisierten Zentren durchgeführt werden sollte. In der beschriebenen prospektiven Studie unterzogen sich Patienten mit refraktärem M. Crohn, deren Erkrankung trotz medikamentöser Behandlung einen aggressiven Verlauf nahm, und die eine Beeinträchtigung der Lebensqualität aufwiesen sowie für eine Operation nicht infrage kamen, einer HSCT. Die Studienautoren um Erstautorin Arantza Jauregui-Amezaga vom Institut d‘Investigacions Biomèdiques August Pi i Sunyer in Barcelona dokumentierten und bewerteten im Verlauf des ersten Jahres nach der Transplantation Toxizität und Komplikationen des Verfahrens, ebenso wie den Einfluss unterstützender Maßnahmen auf die Sicherheits-Outcomes. 26 Patienten wurden in die Studie eingeschlossen. 16 von ihnen (62 %) litten in der Phase der Mobilisierung an febriler Neutropenie (1 Patient mit Bakteriämie, 2 mit septischem Schock). Die mediane Dauer einer Neutropenie nach der Mobilisierung betrug 5 Tage. 5 Patienten zogen sich nach der Mobilisierung aus der Studie zurück, 21 Patienten gingen in die Konditionierungsphase über. Die mediane hämatopoetische Erholungszeit für Neutrophile (>0,5×10(9)/l) betrug 11 Tage und für Thrombozyten (>20×10(9)/l) 4 Tage. 20 Patienten (95 %) erlitten während der Konditionierung eine febrile Neutropenie und bei 3 Patienten (27 %) trat eine Verschlechterung der perianalen Crohn-Aktivität ein. Bei den nicht infektiösen Komplikationen kam es bei 6 Patienten (28,5 %) zu einer Anti-Thymozyten-Globulin-Reaktion, 12 Patienten (57 %) entwickelten eine Mukositis und 2 Patienten (9,5 %) erlitten hämorrhagische Komplikationen. Veränderungen in Bezug auf supportive Therapien im Verlauf der Studie – dabei insbesondere antibiotische Prophylaxe während der Mobilisierung und Konditionierung – senkten die Inzidenz schwerer Komplikationen deutlich. Während des Follow-up im ersten Jahr nach der HSCT waren Virus-Infektionen die am häufigsten beobachteten Komplikationen. Ein Patient verstarb an einer systemischen Cytomegalovirus-Infektion. Autoren: Khanna S et al. Korrespondenz: Dr. P. C. Kashyap, Division of Gastroenterology and Hepatology, Mayo Clinic, 200 First Street SW, Rochester, MN 55905, USA Studie: Gut microbiome predictors of treatment response and recurrence in primary Clostridium difficile infection Quelle: Aliment Pharmacol Ther 2016;44(7):715–727. Web: onlinelibrary.wiley.com
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