TRITON2: Tumorgrößenreduktion bei fast der Hälfte der Patienten mit BRCA-Mutation12. Dezember 2023 Strukturformel von Rucaparib. Grafik: Alexander – stock.adobe.com Ein internationales Autorenteam hat in „European Urology“ die endgültigen Daten der TRITON2-Studie publiziert. Das Ergebnis: Bei fast der Hälfte der Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs (mCRPC) und Mutationen in den BRCA-Genen kam es unter Rucaparib zu einer vollständigen oder teilweisen Tumorgrößenreduktion. Die Forscher konnten klinische Vorteile der Medikation aber auch bei anderen Genveränderungen, welche die DNA-Reparatur betreffen, beobachten. An TRITON2 konnten Patienten mit mCRPC teilnehmen, die unter 1–2 Linien einer Androgenrezeptor-gerichteten Therapie neuer Generation und einer Taxan-basierten Chemotherapie einen Progress erlitten hatten. Der primäre Endpunkt war ORR gemäß den modifizierten Response Evaluation Criteria in Solid Tumors, Version 1.1, bzw. den Kriterien der Prostate Cancer Clinical Trials Working Group 3, bestimmt bei Patienten mit messbarer Erkrankung durch unabhängige radiologische Überprüfung (IRR). Die Ansprechrate des prostataspezifischen Antigens, definiert als ≥50% Rückgang gegenüber dem Ausgangswert (PSA50) war ein wichtiger sekundärer Endpunkt. Bis zum 27.07.2021 (Studienabschluss) waren 277 Patienten in TRITON2 eingeschrieben, gruppiert nach mutiertem Gen: BRCA (n=172), ATM (n=59), CDK12 (n=15), CHEK2 (n=7), PALB2 (n=11) oder anderes DNA-Reparatur-Gen (andere; n=13). Die ORR nach IRR betrug 46% (37/81) in der BRCA-Untergruppe (95%-KI 35–57), 100% (4/4) bei den Patienten mit PALB2-Mutation (95%-KI 40–100) und 25% (3/12) in der Untergruppe „andere“ (95%-KI 5,5–57). Keiner der Patienten in den ATM-, CDK12– oder CHEK2-Untergruppen zeigte eine ORR gemäß IRR. Die PSA50-Ansprechraten in den Untergruppen BRCA, PALB2, ATM, CDK12, CHEK2 und anderen betrugen, jeweils mit 95%-KI: 53% (46–61), 55% (23–83), 3,4% (0,4–12), 6,7% (0,2–32), 14% (0,4–58%) bzw. 23% (5,0–54%). Die endgültigen TRITON2-Ergebnisse bestätigen nach Ansicht der Autoren den klinischen Nutzen und das beherrschbare Sicherheitsprofil von Rucaparib bei Patienten mit mCRPC, einschließlich solcher mit einer Veränderung des BRCA-Gens oder bestimmter anderer DNA-Reparatur-Gene. (ms)
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