Tumorentstehung: Was erste Läsionen in der Bauchspeicheldrüse verraten15. November 2022 Von links nach rechts: Sven Liffers, Laura Godfrey, Jens Siveke. (Foto: © AG Siveke, UDE/UK Essen) Das duktale Adenokarzinom des Pankreas (PDAC) weist trotz langjähriger Forschung noch immer eine schlechte Prognose auf. Neben der Erforschung wirksamer Medikamente kann auch eine bessere Früherkennung dazu beitragen, die Prognose zu verbessern. Schon vor der eigentlichen Erkrankung werden häufig Vorläuferläsionen sichtbar. Diese häufigsten Vorläuferläsionen hat ein Team um Prof. Irene Esposito, Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Düsseldorf und Prof. Jens Siveke, Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen und dem Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), Partnerstandort Essen/Düsseldorf, kürzlich umfassend morphogenetisch analysiert und in der Fachzeitschrift „Gut“ veröffentlicht. Hierfür wurden aus Gewebe von über 120 Patientenproben verschiedene Vorläuferläsionen mikrodisseziert und anhand ihrer Mutations- und DNA-Methylierungsmuster, ihrer Genexpression und ihrer Histologie mit verschiedenen normalen Zelltypen des Pankreas verglichen. Dabei konnten die Forschenden zeigen, dass sich die epigenetische Regulation in den verschiedenen Läsionstypen stark unterscheidet. Insbesondere spezielle Glykoproteine, Muzine, die die Gangsysteme des Pankreas vor dem Abbau durch die sezernierten Verdauungsenzyme schützen, waren unterschiedlich reguliert.
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