Typ-2-Diabetes: Metformin und andere Antidiabetika können das Demenz-Risiko senken19. Juli 2024 Foto: © Sonis/stock.adobe.com Forscher der Kyung Hee University, Südkorea, haben herausgefunden, dass das Risiko für Demenz und Alzheimer (AD) bei Patienten, die mit Metformin und Natrium-Glukose-Cotransporter-2-Hemmern (SGLT-2i) behandelt wurden, im Vergleich zu anderen Antidiabetika deutlich geringer war. Die Forscher der Studie, die im „American Journal of Preventive Medicine“ veröffentlicht wurde, analysierten die Daten von 1.565.245 Patienten aus 16 Studien. Sie führten eine Metaanalyse durch, um das mit Antidiabetika verbundene Risiko von Demenz und AD zu bestimmen, und synthetisierten Daten, um das mit sechs Antidiabetikaklassen verbundene Risiko von Demenz und AD zu vergleichen: DPP4-Hemmer, Metformin, SGLT-2-Hemmer, Sulfonylharnstoffe, Alpha-Glucosidase-Hemmer und Thiazolidindione. Frühere Studien hatten bereits ein erhöhtes Demenzrisiko durch die Einnahme von Antidiabetika nahegelegt, insbesondere bei Wirkstoffen mit hohem Hypoglykämierisiko wie Sulfonylharnstoff und Alpha-Glucosidase-Hemmern. Vor dieser Studie waren die Belege zum Demenzrisiko im Zusammenhang mit SGLT-2-Hemmern jedoch begrenzt. Ergebnis der Untersuchungen Das geringste Demenz- und AD-Risiko wurde in dieser neuen Studie bei Patienten festgestellt, die Metformin einnahmen. Darüber hinaus wurden SGLT-2-Hemmer mit einem geringeren Demenz- und AD-Risiko sowie kardiovaskulären Gesundheitsvorteilen in Verbindung gebracht. Das mit SGLT-2-Hemmern verbundene Demenzrisiko war bei Patienten unter 75 Jahren ähnlich wie bei anderen Antidiabetika. Bei Patienten ab 75 Jahren war das Demenzrisiko jedoch bei Dipeptidylpeptidase-IV-(DPP4-)Hemmern, Metformin, Sulfonylharnstoffen und Thiazolidindion (TZD) wesentlich höher als bei SGLT-2-Hemmern. Bei Frauen war das Demenzrisiko bei SGLT-2-Hemmern im Vergleich zu Sulfonylharnstoffen ebenfalls deutlich geringer. Yeo Jin Choi von der Kyung Hee University leitete die Studie und fasst zusammen: „Wir waren von den Studienergebnissen ziemlich überrascht, insbesondere von den potenziellen kognitiven Vorteilen von SGLT-2-Hemmern gegenüber Metformin und DPP-4-Hemmern bei Patienten ab 75 Jahren. Dieses Ergebnis ist besonders bemerkenswert, da SGLT-2-Hemmer derzeit auch zur Behandlung von Herzinsuffizienz eingesetzt werden. Unsere Studie trägt zu den vorhandenen Erkenntnissen bei, indem sie potenzielle zusätzliche Vorteile von SGLT-2-Hemmern bei der Minderung des Demenzrisikos nahelegt und damit erhebliche klinische Auswirkungen auf die Diabetesbehandlung hat.“ Einschränkungen der Studie Die Forscher weisen darauf hin, dass Demenz- und AD-Risiken im Zusammenhang mit Antidiabetika der zweiten oder dritten Linie, einschließlich GLP-1-Agonisten und Insulin, in dieser Studie nicht untersucht wurden.
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